Ukraine-Krieg: Horsch schickt Hilfe und plant die Produktion um

Schwandorf. Die Firma Horsch schickt Verbandsmaterial und Medikamente in die Ukraine. Und auch die Belegschaft sammelt fleißig Geld- und Lebensmittelspenden.

Die Firma Horsch hat zwei Hilfstransporte mit Medikamenten und Verbandsmaterial in die Ukraine geschickt. Foto: Pixabay/PublicDomainPictures

Der Schwandorfer Landtechnik-Hersteller Horsch, der 2009 in der Ukraine ein Tochterunternehmen gegründet hat, hilft den Menschen in dem geschundenen Land. Mittlerweile hat man zwei Hilfstransporte mit Verbandsmaterial und Medikamenten organisiert und finanziert. „Die Sachen werden auch schon von unserer Mannschaft vor Ort verteilt“, erzählt Firmengründer Michael Horsch.

Auch die Mitarbeiter organisieren einen Hilfstransport

Und die Unterstützung geht weiter. Noch in dieser Woche wird ein weiter Transport gen Osten geschickt. Die Horsch-Mitarbeiter im In- und Ausland haben Sach- und Geldspenden zusammengetragen. Unterstützt werden sie dabei von der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld, die Lebensmittel zur Verfügung stellt und sich mit um den Transport kümmert. „Die Unterstützung und der internationale Zusammenhalt innerhalb der Firma sind riesig“, erläutert Cornelia Horsch.

Horsch plant die Produktion um

Außerdem plant Horsch aufgrund der aktuellen Situation die Produktion um. Die Oberpfälzer hatten in der Ukraine kräftig in einen neuen Standort investiert, der erst im Juni des vergangenen Jahres eröffnet worden war. Für 4,5 Millionen Euro entstanden in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew, in Velyka Soltanivka, Büros, ein modernes Schulungszentrum, ein zentrales Ersatzteillager und eine Werkstatt mit Brückenkränen. „Die Lage ist natürlich eine Herausforderung für uns alle“, betont Philipp Horsch. Russland und die Ukraine waren für die Schwandorfer bislang große Exportmärkte.

„Durch die Umplanungen und Umstellungen in der Produktion, die wir in den nächsten Tagen durchführen werden, können wir größere Ausfälle vermeiden“, erläutert Philipp Horsch. Auch die Strategie, die man vor vielen Jahren eingeschlagen habe, mit dem Ziel hohe finanzielle Stabilität zu schaffen, zahle sich in so einer Situation wie jetzt für das Unternehmen, aber auch für die Mitarbeiter aus, sagt Philipp Horsch.

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