Hausbau mit Naturmaterialien: Bauhütte Bärnau berät Bauherren

Bärnau. Ökologisch bauen liegt nicht erst seit der Energiekrise im Trend. Der Geschichtspark Bärnau-Tachov erprobt seit Jahren das Bauen mit Naturmaterialien wie Holz oder Lehm. Die Handwerker beraten als Experten nun auch Bauherren aus der Region.

Die Handwerker auf der mittelalterlichen Schaubaustelle im Geschichtspark Bärnau kennen sich aus mit Naturmaterialien. Im Rahmen der Bauhütte Bärnau beraten sie nun Bauherren in einer Online-Sprechstunde. Bild: Geschichtspark Bärnau
Die Handwerker auf der mittelalterlichen Schaubaustelle im Geschichtspark Bärnau kennen sich aus mit Naturmaterialien. Im Rahmen der Bauhütte Bärnau beraten sie nun Bauherren in einer Online-Sprechstunde. Bild: Geschichtspark Bärnau
Bild: Geschichtspark Bärnau
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Bild: Geschichtspark Bärnau
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Handwerker der Bauhütte Bärnau sind Experten auf dem Gebiet des Bauens mit natürlichen Materialien. In den kommenden 20 Jahren soll in Bärnau ein Königshof zu Zeiten von Kaiser Karl IV. entstehen. Sie verwenden dafür Baustoffe, die im Rahmen der experimentellen Archäologie auf der Schaubaustelle des Geschichtsparks Bärnau-Tachov getestet wurden. Dieses Wissen geben sie nun an Bauherren weiter, die ökologisch und nachhaltig bauen wollen. Im Juni und Juli gibt es dazu zunächst Online-Sprechstunden.

Anmeldung zu Bauherrensprechstunde

In den Bauherrensprechstunden im Juni und Juli geht es rund um das Thema Lehm.

Der erste Termin am 20. Juni um 19 Uhr befasst sich mit „Lehm als Baustoff“. Die nächste Stunde im Juli trägt den Titel „Stampflehm“. Beide Themen werden online behandelt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bis zwei Wochen im Voraus haben alle Interessierten die Möglichkeit, vorab ihre Fragen zu stellen unter info@geschichtspark.de.

Weitere Informationen finden Sie unter www.geschichtspark.de.

Geschichtspark, ArchaeoCentrum und Bauhütte in Bärnau

Der Verein Via Carolina-Goldene Straße hat seine Aktivitäten in den vergangenen Jahren stark erweitert.

  • Im Jahr 2010 fiel der Startschuss für den Bau des Geschichtsparks Bärnau-Tachov. Ein einzigartiges bayerisch-tschechisches Projekt, welches mit seinem Museumsdorf die Siedlungskultur der bayerisch-tschechischen Grenzregion zeigt. Mit seinem lebendigen Museumskonzept und Angeboten für Groß und Klein zieht der Geschichtspark jährlich etwa 20.000 Besucher an.
  • Es steckt jedoch noch mehr dahinter. Mit universitärer Unterstützung wurden und werden in praktischer Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Tschechen archäologische Experimente durchgeführt. Daher wurde als Weiterführung der Idee des Geschichtsparks Bärnau-Tachov das ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen gegründet, mit den Universitäten Bamberg, Pilsen und Prag als Kooperationspartner. Damit entstand eine grenzüberschreitende Einrichtung, welche Wissenschaft und Handwerk auf Augenhöhe stellt und die Öffentlichkeit an den erlangten Erkenntnissen teilhaben lässt.
  • Die dritte Komponente des Vereins ist die Bauhütte Bärnau als Kompetenzzentrum für historisches Handwerk und historische Baustoffkunde. Die Bauhütte Bärnau startete im Januar das dreijährige Projekt „Altes Handwerk neu gelernt im bayerisch-tschechischen Grenzraum“. Gefördert durch das Bayerische Heimatministerium wird mit historischen Baustoffen und Techniken geforscht und das in diesem Zusammenhang ermittelte Wissen und die gewonnenen Erkenntnisse auf die heutige Zeit projiziert. Die Erkenntnisse werden damit für die weitere Forschung werden über verschiedenste Formate, wie zum Beispiel Workshops, vermittelt.

Dazu startete der Verein das Projekt Naturdorf, in dem vier Gästehäuser nach traditioneller Bauweise, aber mit modernem Komfort, entstehen sollen.

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