Hochlandrinder als Landschaftspfleger im Einsatz

Tirscheneuth. Raus aus aus dem Immenreuther Winterquartier, rauf auf die Tirschenreuther Storchenwiese. 16 Hochlandrinder werden dort als tierische Landschaftspfleger im Einsatz sein.

Martin und Marion Wolf (Mitte) bei der Pflege des respektable 650 Kilogramm schweren Leitbullen Sandro. Mit dabei (von links): Rebecca Riebl, Susanne Pätz, Franz Stahl und Stefan Gradl. Foto: Mirko Streich/Stadt Tirschenreuth


Sie sind aus ihrem Winterquartier nach Tirschenreuth zurückgekehrt: die Schottischen Hochlandrinder der Immenreuther Züchter Martin und Marion Wolf. Auf der sogenannten Storchenwiese unweit des Reitvereins wurden die beiden und ihre insgesamt 16 Tiere – sieben Kühe mit sieben Kälbern sowie ein Bulle und ein Zuchtstier – von Bürgermeister Franz Stahl, Stadtförster Stefan Gradl sowie Rebecca Riebl und Susanne Pätz von der Unteren Naturschutzbehörde willkommen geheißen. „Die Haltung der Tiere auf dieser Fläche ist eine weitere Maßnahme im vielfältigen Katalog der nachhaltigen und ökologischen Maßnahmen der Stadt“, sagt Bürgermeister Franz Stahl.

Weideareal ist neun Hektar groß

2013 habe die Kommune dieses neun Hektar große Areal als Ausgleichsfläche für das Gartenschaugelände ausgewiesen. Er freue sich sehr, sagte der Bürgermeister weiter, dass Martin und Marion Wolf das wertvolle Areal seit nunmehr bereits zwei Jahren so vorbildlich bewirtschaften würden. Natürliche und artgerechte Haltung. Martin Wolf, der seit über 20 Jahren im Vertrags-Artenschutz tätig ist, unterstreicht die natürliche und artgerechte Haltung der Tiere unter Berücksichtigung und Förderung der Biodiversität.

Rinder fühlen sich „pudelwohl“

„Die Tiere fühlen sich auf dieser Weide pudelwohl. Hier finden sie eine Mischung aus Trocken- und Feuchtstellen, die für ein sehr gutes Futterangebot sorgen. Kleine Baumbestände wiederum bieten ideale Unterstellmöglichkeiten bei großer Hitze“, erläutert Martin Wolf.

Susanne Pätz lobt, dass sich die Fläche zu einem artenreichen Biotopkomplex entwickelt habe. Darüber hinaus sei die Herde mit ihren Kälbern auch ein Blickfang für Fußgänger und Radfahrer. Sie bitte aber darum, das eingezäunte Areal nicht zu betreten. Dies diene dem Schutz der Herde, der Landschaft – und natürlich auch der Tier- und Naturliebhaber.

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