Kommunionkinder greifen tief in die Tasche um zu helfen

Flossenbürg. Die zehn Kommunionkinder der Gemeinde haben zusammen über 1.500 Euro gespendet, um das Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach zu unterstützen.

Die Flossenbürger Kommunionkinder mit Bereichsleiter Rico Lanzendörfer vom Haus St. Elisabeth. Foto: privat

Insgesamt 1550 Euro haben die zehn Kommunionkinder von ihren Bargeld-Geschenken abgezwackt und für das Kinder- und Jugendhilfezentrum Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach gespendet.

Für denselben Zweck wurde mit der Bitte um eine Spende auf die üblichen Gegengeschenke verzichtet. Den Scheck haben die Kinder vor kurzem zusammen mit ihren Müttern vor Ort überreicht.

Die Spende kommt an

Rico Lanzendörfer, Bereichsleiter im Haus St. Elisabeth, zeigte sich sehr erfreut darüber, „dass bei einem so schönen Ereignis wie der Erstkommunion auch an Kinder gedacht wurde, die gerade nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“. Lanzendörfer hatte sich sehr viel Zeit genommen und ging geduldig auf die Fragen der Kinder ein.

Er machte deutlich, dass jedes Kind, jeder Jugendliche seine eigene Persönlichkeit und Geschichte habe. Manche Geschichte wiege schon sehr schwer, zeuge von Vernachlässigung, Gewalt, Verwahrlosung. Die meisten Kinder im Haus St. Elisabeth zeigten Verhaltensauffälligkeiten. Viele von ihnen seien traumatisiert.

Ohne Spenden keine individuelle Förderung

Um wirklich helfen zu können, bietet das Haus St. Elisabeth unterschiedliche Hilfen an, die sich an den Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes oder Jugendlichen ausrichten. Laut Lanzendörfer reichen die öffentlichen Gelder nicht aus, um die Einrichtung optimal betreiben zu können.

Individuelle Fördermaßnahmen wie Mal- oder Reittherapien, Musikunterricht, Zuschüsse zu Ferienfreizeiten würden ausschließlich über Spenden wie die der Flossenbürger Kommunionkinder finanziert.

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