Ratschen – ein beliebter Brauch

Remmelberg/Hütten/Döllnitz. Zwischen Gründonnerstag und Karsamstag haben viele Kinder bei dem katholischen Brauch mitgemacht.

Kinder bringen in Remmelberg ihre Ratschen zum Klappern. Foto: Franz Völkl
Kinder bringen in Remmelberg ihre Ratschen zum Klappern. Foto: Franz Völkl
Auch in Hütten fand das Ratschen statt. Foto: Renate Gradl
Auch in Hütten fand das Ratschen statt. Foto: Renate Gradl
Die Ministranten starten am Dorfkreuz, um an das Angelus-Läuten zu erinnern. Foto: Sieglinde Schärtl
Die Ministranten starten am Dorfkreuz, um an das Angelus-Läuten zu erinnern. Foto: Sieglinde Schärtl
Die Ratschen wartet auf ihren Einsatz Foto: Sieglinde Schärtl
Die Ratschen wartet auf ihren Einsatz Foto: Sieglinde Schärtl
Kinder bringen in Remmelberg ihre Ratschen zum Klappern. Foto: Franz Völkl
Auch in Hütten fand das Ratschen statt. Foto: Renate Gradl
Die Ministranten starten am Dorfkreuz, um an das Angelus-Läuten zu erinnern. Foto: Sieglinde Schärtl
Die Ratschen wartet auf ihren Einsatz Foto: Sieglinde Schärtl

In vielen katholischen Gebieten wird in der Karwoche mit Ratschen an die Gebetszeiten und Gottesdienste erinnert – die Kirchenglocken bleiben in dieser Zeit ja meistens stumm. Zu diesem Brauch ziehen Kinder – oftmals Ministranten – mit hölzernen Lärminstrumenten durch ihre Dörfer und sagen dabei verschiedene Sprüche auf. Auch in der Oberpfalz waren viele Kinder zu diesem Anlass am Osterwochenende unterwegs.

Ratschen in Remmelberg

Am Karfreitag und Karsamstag klapperten die Ratschen der Remmelberger Mädchen und Jungen durch das Dorf. Insgesamt zehn Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren hatten sich von 12 bis 15 Uhr an insgesamt drei Plätzen im Dorf postiert und ließen ihre Ratschen
erklingen.

Mit „Ratschen“ Spenden für Ukraine erbetet

Nach einem alten Brauch von Professor Hermann Kirchhoff gingen die Hüttener Ministranten am Karfreitag und Karsamstag ebenfalls durch die Straßen, um zu „Ratschen“. Bei dem Straßengebet kamen die Ministranten zum Beten des „Engel des Herrn“. Am Karsamstag haben sie auch um Spenden für die Kinder in der Ukraine gebeten und bekommen. „340 Euro kamen zusammen“, bilanziert Katharina Denk.

Ministranten auch in Döllnitz unterwegs

Die Ratschen stand auch in Döllnitz schon parat und brauchte nicht lange zu warten, bis sie bedient wurde. In der Expositur St.Jakobus in Döllnitz waren drei Ministrantinnen und vier Ministranten unterwegs, um morgens um 6 Uhr, mittags um 12 Uhr und abends um 18 Uhr an das Angelus-Läuten und Gebet zu erinnern. Am Dorfkreuz starteten sie und zogen durch das Dorf, um an den verschiedensten Stellen die Ratschen zu bedienen.

Text: Franz Völkl, Renate Gradl; Sieglinde Schärtl

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