Europawahl im Blick

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Oberwildenau. Ein Ascherfreitag ist eben kein Aschermittwoch, deshalb gab es keine deftigen Sprüche, sondern überwiegend einen Überblick zur aktuellen Politik. Neben den Oberwildenauern waren auch die Ortsverbände aus Luhe und Neudorf im Naabtalhaus vertreten.

Von Hans Meißner 

CSU Oberwildenau Symbol Symbolbild

Roland Rauch übergab an den Redner Dominik Baschnagl ein Geschenk. Er bot zum Politischen Ascherfreitag in Oberwildenau keine „Hau-drauf“-Rede. Bild: Hans Meißner.

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Ortsvorsitzender Roland Rauch stimmte die Anwesenden auf die Europawahl ein. Mit Christian Doleschal habe man die Chance einen Nordoberpfälzer in das Europaparlament zu entsenden. Dazu brauche er aber auch die Stimmen: „Legen wir in allen Lebenssituationen ein gutes Wort für ihn ein“, so Rauch. Seiner Ansicht nach gebe es noch einen weiteren Grund das Kreuz bei am 23. Mai bei der CSU zu setzen: MdEP Manfred Weber könnte bei guten Wahlausgang Kommissionspräsident werden – ein Posten mit sehr viel Einflussmöglichkeiten auf die künftige EU-Politik. Weber habe gezeigt, dass er neue Ideen in Brüssel und Straßburg einbringen kann. „Nutzen wir diese beiden Chancen“, so Rauch.

Blick auf Kommunalpolitik

Die Personalsituation in der Marktgemeinde habe sich laut Rauch stabilisiert, jetzt gehe es darum den „Neuen“ noch etwas Zeit zu geben. Laut Rauch sei einiges geschehen, viel müsse aber noch passieren, und meinte damit zum Bespiel die Sanierung des Naabtalhauses, das Feuerwehrgerätehauses in Oberwildenau oder die Sanierung der Gehwege – wenn hier auch zaghaft begonnen wurde. Auch das Leichenhaus nahm Oberwildenau in Angriff, für 2019 wünschte sich Rauch die Ertüchtigung des Außenbereichs. Die Kläranlage sei ein Projekt, das man in den nächsten Jahren verfolgen müsse. „Hier wird es nicht mit einer ‚Schönheitsreparatur‘ ausgehen“, so Rauch. Einstimmig hätten sich die CSU Ortsverbände für Sebastian Hartl als ihren Bürgermeisterkandidat ausgesprochen.

Hau-drauf-Rede nicht sein Stil

Dominik Baschnagl, Kreisrat und Gemeinderat in Altenstadt/WN, sowie Wissenschaftlicher Mitarbeiter von MdL Stephan Oetzinger und frisch gebackener Vater seines dritten Kindes, oblag die Aufgabe der Rede zum Politischen Ascherfreitag der CSU Oberwildenau: „Ich muss all jene enttäuschen, die eine ‚Hau-drauf‘-Rede von mir erwarten, die ist nicht mein Stil“, so der Altenstädter, „Wir Kreisräte haben es schwer uns darzustellen, bei einem fleißigen Landrat und sehr aktiven Abgeordneten in Bund und Land. Trotzdem gehen wir gerne hinaus zu den Menschen und erklären ihnen unsere Politik. Ein Jahr vor der Kommunalwahl 2020 müssen wir Rechenschaft bei den Wählern geben: Was haben wir in den fünf vergangenen Jahren geleistet? Was steht noch aus? „.

Auch wenn einige Parteien im Kreistag der Meinung seien, dass der Landkreis in Vielem hinterherhinke – laut Baschnagl sei das Gegenteil der Fall. Der Landkreis Neustadt/WN habe als einer der ersten in Bayern eine eigene Homepage eingerichtet und sich auch stets für den Ausbau des Breitbandes – auch flächendeckend – eingesetzt. Beim Thema Umwelt- und Naturschutz sei man gut aufgestellt. „Weitere Verbesserungen beim Umweltschutz sind nur mit unseren fleißigen und pflichtbewussten Landwirten möglich“, so Baschnagl.

Ein aus Baschnagl wichtiger Grund zur Europawahl zu gehen: „Wir dürfen seit fast 75 Jahren in Europa in Frieden und Freiheit leben. Zwei Güter, die wir nicht mehr zu schätzen wissen. Viele Menschen auf der Welt beneiden uns darum. Nur die Älteren unter uns wissen noch, was Krieg, Not und Leid bedeuten. Ich wünsche mir, dass wir das auch nie erfahren müssen, deshalb allein ist Europa schon wichtig“.

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