Petition gegen Lehrermangel – sinnvoll oder überflüssig?

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Tirschenreuth. Aus dem ganzen Landkreis Tirschenreuth gehen Eltern und Kinder aus Protest auf die Straßen – der Grund dafür ist der Lehrermangel in der Oberpfalz. Wie denkt ihr darüber? Bei unserer Umfrage könnt ihr abstimmen und eure Meinung deutlich machen.

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Eltern und Kinder aus dem ganzen Landkreis protestieren gegen den Lehrermangel. Bild: Udo Fürst

Ins Leben gerufen hat die Petition Manuela Preisinger-Leiß, die Elternbeiratsvorsitzende der Grundschule Mähring, denn sie hat die Nase voll. Unter dem Motto „Stoppt den Lehrermangel in der Oberpfalz“ richtete sie ihre Aufforderung an den Landtag. „Es kann nicht sein, dass der akute Lehrermangel auf den Schultern unserer Kinder ausgetragen wird. Alle Schüler haben das Recht, auf eine vernünftige Schulausbildung, diese ist aber mit solchen Sparmaßnahmen nicht gewährleistet“, heißt es in der Petition. Zahlreiche Eltern und sogar Kinder teilen die Ansicht des Mähringer Elternbeirats und unterstützen die Initiatoren tatkräftig.

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Jetzt abstimmen:

Was haltet ihr von der Petition – ist sie sinnvoll oder eher überflüssig? Macht mit bei unserer Umfrage und sagt uns eure Meinung gerne in den Kommentaren.

Neben der Petition haben die Eltern einen E-Mail-Account angelegt (lehrermangel@gmx.de) und Unterschriftenlisten in Kindergärten, Schulen und öffentlichen Einrichtungen aufgelegt. Außerdem wollen sie die Elternbeiräte aller Oberpfälzer Schulen mobil machen. Zumindest im Landkreis Tirschenreuth ist ihnen das schon gelungen.

Die Petition haben bisher 3.624 Unterstützer unterschrieben. Es fehlen noch 6.376 Unterschriften, um die für eine Petition erforderliche 10.000er-Grenze zu erreichen. Wer sich an der Unterschriftensammlung beteiligen möchte, kann sich hier online eintragen.

2 Kommentare

  1. Oliver B. schreibt:

    Früher gab es Lehrer ohne Ende als Sie noch Beamtenstatus hatten . Jetzt werden viele mit einen Vertrag auf Zeit ausgestattet , beginn Anfang des Schuljahres und endet am letzten Schultag .
    Wie soll da ein Lehrer leben , seine kosten für Miete , Auto etc. laufen weiter .
    Da geht keine Familiengründung , sicheres Leben ohne Geldsorgen . Darum gehen viele einen anderen Weg beruflich oder als Lehrkraft ins Ausland.

    Die Regierung muss handeln , auch die neuen Bürger haben Kinder und wollen etwas lernen , nicht jede Menge Asylanten ins Land holen und denken wird schon irgendwie gehen , in der Schule bringen viele Freiwillige Helfer wie bei Asyl , Tafel …. nix .

    BERLIN AUFWACHEN , ES GEHT UM DIE ZUKUNFT.

  2. Lieschen Müller schreibt:

    Den Lehrermangel gibt es, und zwar gravierend. Das Problem erkennen Eltern, Lehrer, Schulleiter und sogar die Schüler. Die zuständigen Behörden (Regierung der Oberpfalz/Kultusministerium) verleugnen das Problem. Es seien ja alle Stellen besetzt. Die Frage ist halt: mit wem? (Lehrer anderer Schularten, Elternzeitrückkehrer mit grade mal 8 Stunden, Lehramtsanwärter). Und auch in der Politik (CSU) wird das Problem schöngeredet. Da hört man schon mal Sätze wie: Es gibt keinen Lehrermangel. Wer von Lehrermangel spricht, erweckt einen falschen Eindruck.

    Wir haben auf dem Land eh schon zu kämpfen mit schlechterer Infrastruktur, fehlendem öff. Nahverkehr, mangelhafter Ärzteversorgung. Man versucht uns ruhigzustellen mit ein paar Behördenverlagerungen. Wenns einer Firma gut geht und sie erhält eine Auszeichnung, drängeln sich verschiedene Politiker mit aufs Pressefoto. Das macht sich gut in der Öffentlichkeit. Wie aber sollen künftig Behörden, Firmen und sonstige Arbeitgeber mit Nachwuchs versorgt werden, wenn wir es nicht schaffen, unseren Kindern ein solides Fundament mitzugeben, auf das sie aufbauen können………eine Ausbildung in der Grundschule, die nicht nur geprägt ist von ständig wechselnden Aushilfslehrern und einfaches Beaufsichtigen ohne Wissensvermittlung.

    Und es ist ja nicht so, dass es grundsätzlich zu wenig Lehrkräfte u.a. für die Oberpfalz gibt. Viele Grundschullehrkräfte möchten zurück in die Oberpfalz, aber es werden nahezu alle jungen Nachwuchslehrer nach Oberbayern beordert. Die Oberpfalz darf sich dann mit den erwähnten Aushilfen begnügen. Warum nicht Aushilfskräfte in Oberbayern einsetzen?

    Ebensowenig verstehen kann man die nach wie vor praktizierte befristete Anstellung von Lehrern, um sich die Gehaltszahlung für den Monat August zu sparen. Die guten Lehrkräfte machen das schon einmal mit, dann gehen sie in die freie Wirtschaft und fehlen an unseren Schulen. Noch im Juli 2018 stellten u.a. die „Freien Wähler“ einen Antrag im Bay. Landtag diese Befristung abzuschaffen. Jetzt – nicht mehr in der Opposition, sondern in Regierungsmitverantwortung – macht man bei der Befristung munter mit………….vergessen ist der Antrag von vor einem Jahr.

    Es ist genug Geld da und es wird momentan mit der Gießkanne verteilt. Dann träumt man in der Bay. Landespolitik noch von einer Mission Weltall……mit wem bitteschön? Mit Analphabeten, die nicht rechnen, schreiben und lesen können?…..fangen wir doch auf der Erde mit einer guten Ausbildung in der Grundschule an mit motivierten Lehrkräften, unbefristet angestellt und leistungsgerecht bezahlt.

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