Oldtimerliebhaber aus Neudorf verstorben

Sepp Kraus schraubt nicht mehr

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Neudorf. Ein ruhiger, sympathischer Mitbürger aus Neudorf bei Luhe hat die Augen für immer geschlossen. Seine ganze Liebe gehörte über viele Jahre der Restauration von alten Traktoren, denen er neues Leben einhauchte. Auch für seine Freunde und Bekannte hatte er immer ein offenes Ohr. 

Von Hans Meißner

Josef Kraus 'Kraus Sepp' Neudorf Oldtimer Bulldogs Werkzeugmacher verstorben Bild Hans Meißner

Das Bild zeigt den Sepp Kraus auf seinem Lanz Bulldog beim Festzug der Feuerwehr Neudorf im Jahr 2008. Bild: Hans Meißner

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Josef Kraus wurde in der Gemeinde Irchenrieth geboren, in der er auch aufwuchs. Nach seiner Lehre als Maurer arbeitete er noch viele Jahre in diesem Beruf. Nach seiner Hochzeit zog er mit seiner Gattin Frieda zuerst bei seinen Schwiegereltern in Neudorf ein, bevor er mit viel Fleiß das eigene Haus am Ortseingang erbaute. Aus der Ehe entstammen drei Kinder, acht Enkelkinder und sechs Urenkel.

Josef Kraus sammelte Oldtimer-Bulldogs

Später schulte der geschickte Handwerker auf Werkzeugmacher um. Tatkräftig unterstützte er seine Kinder und Familienangehörigen beim Hausbau. Sein Rat war stets gefragt und auch herzlich willkommen. Nach seiner aktiven Berufszeit stieg Josef Kraus in das Restaurieren von Oldtimer-Bulldogs ein. Mittlerweile hatte er einige dieser alten Stücke in seiner Sammlung.

Josef Kraus war in der Zwischenzeit auch zum Fachmann auf diesem Gebiet geworden. Es gibt kein Modell von dem der „Kraus-Sepp“ nicht die genauen Daten kannte und alles über diese Modelle wusste. Seine Werkstatt war zudem sein liebster Aufenthaltsort. Zusammen mit seinem Schrauberkollegen Josef Lang gehörte er zu den Initiatoren des Oldtimertreffens anlässlich der „Grünauer Kirwa“.

Eine große Liebe

Nach der Erkrankung seiner geliebten Ehefrau Frieda kümmerte er sich ganz liebevoll und aufopfernd um sie. Die letzten Jahre verbrachten beide gemeinsam im Seniorenheim in Schnaittenbach. Selbst von einer schweren Krankheit gezeichnet galt seine ganze Sorge seiner Frieda. Nach kurzer Erkrankung schloss er die Augen für immer. Was zurückbleibt, ist die Familie und seine Traktoren, um die sich Sohn Thomas nun kümmert.

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