Alpakas gehts ans Fell

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Neudorf. Den Alpakas Fonse, Hupsi und Joschi gehts an ihre Wolle! Aber was passiert danach eigentlich mit dem flauschigen Fell? 

Von Hans Meißner 

Alpaka Neudorf Familie Pfab Alpaka Schur Winklarn

Sieht irgendwie brutal aus, Fonse fühlt sich aber pudelwohl. Schließlich ist das Alpaka bei der Schur in guten Händen.

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Alpakas sind ganz niedliche Tiere, besonders bei Kindern sind sie sehr beliebt. Landauf und Landab tauchen immer mehr Gehege mit Alpakas auf. Seit einigen Jahren sind sie auch in Neudorf bei Luhe zu Hause.

Herz für Tiere

Tiere gehören schon immer zur Familie Pfab in Neudorf, Zur Trad. Auch Haflinger und ein Hochlandrind zierten die Koppel am südwestlichen Ortsrand. Vor Jahren haben sich Sandra Pfab und ihr Lebenspartner Markus Appl ihren großen Traum erfüllt – mit Alpakas. Das Alpaka, auch Pako genannt, ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform, die vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet wird. Die beiden haben sich zunächst zwei männliche Tiere angeschafft, ein drittes folgte später.

Jetzt fühlen sich die „drei Bubis“ sehr wohl in Neudorf bei Familie Pfab/Appl und werden dort auch liebevoll gepflegt und verwöhnt. Viele Spaziergänger – in Corona-Zeiten besonders viele – bestaunen gerne die drei friedlichen, teilweise schüchternen Tiere. Bei Kindern sind sie der absolute Hingucker.

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Schritt für Schritt befreien die Alpaka-Scherer Fonse von seinem Winterfell. Die Wolle ist 1a – Markus Kappl wartet schon darauf. 

Ab zur Schur plus Verwöhnprogramm

Die feine Wolle der Alpakas schützt die Tiere in ihrer Heimat vor den niedrigen Temperaturen, im Winter fühlen sie sich bei uns auch wohl. Wenn im Frühling die Temperaturen steigen, wird es den niedlichen Tieren aber schnell zu warm und sie lassen sich erst in den Abendstunden blicken, wenn sie dann den kühleren Stall verlassen.

Was tun gegen das dicke Fell? Klar: scheren. Wie der Hufschmied zu den Pferden kommt, so kommt der Alpakas-Scherer zu den Alpakas vor Ort. Diesen Service bietet eine Firma aus Winklarn an, von dort stammen auch die Neudorfer Alpakas. Nachdem die Tiere fixiert sind, geht es mit geschickter Hand an die Schur. Neben dem Fell werden auch die Klauen und die Zähne gleich mitgepflegt – eine Rundumversorgung.

Was wird aus der Alpaka-Wolle?

Die Wolle, wegen der die Tiere gezüchtet wurden, ist mittlerweile aber schwer „an den Mann zu bringen“. Die Wolle ist 1a, also zum Entsorgen viel zu schade, allerdings sind Abnehmer – zumindest in der Umgebung – rar. „Die Aufarbeitung ist umfangreich, kostet Zeit und Geld und lohnt sich so eigentlich nicht“, wie Sandra Pfab und Markus Appl erzählen. Die Alpaka-Besitzer aus Neudorf werden den Verkauf deshalb über ein Internetportal testen. So soll auch ein Teil der Kosten für die Pflegemaßnahmen für Fonsi, Hupsi und Joschi wieder reinkommen.

Fonse, Joschi und Hupsi lässt das alles aber ziemlich unberührt. Sie fühlen sich nach der Schur sichtlich wohl. Spaziergänger und Kinder können sich also wieder am, wenn aktuell auch ungewohntem, Anblick der frisch geschorenen Alpakas in Neudorf freuen. Das Fell wächst ja aber ganz genauso wie Haare schnell nach.

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Gleich hats Fonse geschafft – dann darf das Alpaka wieder zurück zur Koppel. Dort freuen sich Spaziergänger sicher über seinen Anblick, wenn er so kurzgeschoren auch ungewohnt ist.

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2 Kommentare

  1. Was ist eigentlich aus dem guten fundierten Journalismus geworden? Mit ein wenig Recherche hätte auch der Laie erkannt, dass diese Schurmethode nicht nur brutal aussieht, sondern auch dem Tierschutz entgegen steht. Nur weil nette Menschen behaupten, dies sei eine“harmlose“ Methode, so ist dies noch lange nicht die Wahrheit. Im Grunde sollte Ihre Redaktion diesen dokumentierten Fall zusammen mit der tierschutzfachlichen Stellungnahme zur Schur von Alpakas dem zuständigen Veterinäramt vorlegen. Die tierschutzfachliche Stellungnahme finden Sie hier: http://docplayer.org/25099007-Tierschutzdienst-laves-oldenburg-den-tierschutzfachliche-stellungnahme-zum-einsatz-von-zwangsmitteln-beim-scheren-von-alpakas.html
    Es ist einfach nur unendlich traurig, dass immer noch gestreckt wird und dass es selbst von Journalisten als „muß wohl so“ hingenommen statt hinterfragt wird, wenn irgendwo in Deutschland irgendein Tier gestreckt wird. Stellen Sie sich vor, das wäre Ihr Hund beim Hundefrisör, da fänden Sie es auch nicht en vogue…

  2. Petra M. schreibt:

    o ihr tierschützer schaut lieber mal in die ställe wo hühner schweine kühe usw eingepfercht stehen wie schlecht es denen geht. ich kann nur sagen den alpakas geht es gut dabei. aber noch eins ihr solltet diese bilder nicht ins internet stellen so gibts nur ärger wie man sieht,

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