Generationswechsel bei der Minigolfanlage in Großbüchlberg

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Großbüchlberg. Seit diesem Jahr ist Jürgen Lang der Inhaber der Minigolf- und pit-pat-Anlage am Freizeithugl Großbüchlberg. Dank Corona war der Start in die neue Herausforderung nicht ganz so einfach.

Von Carina Freundl

Minigolfanlag Großbüchlberg Jürgen Lang

Jürgen Lang hatte Dank Corona keinen leichten Start nach der Geschäftsübernahme. Aber davon lässt er sich nicht entmutigen.

Nach 36 Jahren haben Beate und Konrad Lang das Familienunternehmen an ihren Sohn Jürgen übergeben – und der konnte durch die Corona-Beschränkungen erst mit einiger Verspätung am 12. Mai in die neue Saison starten.

Erst mal ankommen

Schon in den letzten Jahren hat Jürgen Lang im Betrieb der Eltern mitgearbeitet. Mit neuen Ideen wollte er nun der Minigolf- und pit-pat-Anlage seine persönliche Note verleihen. „Zwar habe ich für das erste Jahr geplant, erst einmal anzukommen und dass die Abläufe sich einpendeln, nun muss ich die Situation aber annehmen, wie sie ist“, berichtet der neue Geschäftsführer.

Seit Mitte Mai wird am Freizeithugl wieder Minigolf und pit-pat gespielt. Auch die Golferhütt‘n mit Sonnenterrasse konnte – mit einigen Einschränkungen – wieder öffnen. In gewohnter Manier können sich die Gäste auf einen Kaffee oder einen Eisbecher mit Blick über das Stiftland treffen. Trendgetränke wie Lillet Wild Berry und regional gerösteter Bio-Kaffee erweitern das Angebot und sorgen für einen modernen Touch.

Mit Minigolf aufgewachsen

Minigolfanlag Großbüchlberg Jürgen Lang

„Ich bin mit Minigolf aufgewachsen“, erzählt Lang. Das Beweisfoto muss er nicht lange suchen.

Dass er einmal den Betrieb der Eltern übernimmt, war für Lang nicht von Anfang an klar. Nach dem Abitur stellte er sich wie so viele seiner Mitschüler die Frage, wo es für ihn hingehen soll. Nach einem Abstecher ins Maschinenbaustudium erkannte er schnell, dass es ihn in die Gastronomie und das Freizeitgewerbe zieht.

„Ich bin im Betrieb aufgewachsen. Jeden Tag nach der Schule bin ich zur Minigolfanlage gegangen, habe gespielt oder mich mit den Stammgästen unterhalten“, erzählt er. Auch unterwegs war die Leidenschaft für Minigolf stets präsent: „Wenn irgendwo eine Bahn war, habe ich gespielt.“ Fachwissen eignete sich Lang während der Ausbildung in einem Münchener Hotel an, in dem er noch einige Jahre Erfahrungen sammelte, bevor es ihn zurück in die Nordoberpfalz zog.

Start unter erschwerten Bedingungen

Minigolfanlag Großbüchlberg Jürgen Lang

Traumhafte Aussicht und spannende Minigolf-Partien warten auf die Besucher.

„Ich habe schnell herausgefunden, dass mir die Arbeit mit Menschen Spaß macht. Hier beim Minigolf treffe ich auf Personen aus allen Schichten und aus allen Altersgruppen. Die Stimmung ist gut und die Atmosphäre locker – das ist toll!“, so Lang weiter. Hinzu sei dann noch gekommen, dass er nach einigen Jahren in der oberbayerischen Großstadt Sehnsucht nach der oberpfälzer Heimat hatte. „Bei allen Besuchen bei meinen Eltern oder wenn diese im Urlaub waren, habe ich im Betrieb mitgearbeitet. Ich kenne die Abläufe, die Arbeit gefällt mir. Und so fasste ich den Entschluss: back to the roots! Ich steige in das Familienunternehmen ein.“

Die derzeit größte Herausforderung ist zweifelsohne die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Vorgaben und Einschränkungen. Schon während des Lock-Downs habe er versucht, bei seinen Gästen präsent zu sein. Die Social-Media-Aktivitäten wurden ausgebaut und Gutscheinaktionen ins Leben gerufen – zwei Aspekte, die er auch in die Zukunft mitnehmen möchte.

Große Unterstützung erfahrenMinigolfanlag Großbüchlberg Jürgen Lang

Die Corona-Pandemie hat gerade die Gastronomie- und Tourismusbranche schwer getroffen. Gleich zu Beginn galten die Schließungen für diesen Bereich, auf Lockerungen müssen viele nach wie vor hoffen. Digitale Aktionen und to-go-Maßnahmen sind oft nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Mein Glück war es in diesem Fall, dass ich in einen gut aufgestellten Familienbetrieb eingestiegen bin. Wir machen das Beste aus der Situation“, so Lang.

Besonders bestärkt habe ihn auch die Unterstützung aus dem Freundeskreis und der Region: „Viele Menschen in meinem Alter sind vorbeigekommen und haben Kaffee gekauft oder Gutscheine.“ Bei Social Media erfährt er ebenfalls viel positives Feedback.

„So oft wie in diesem Jahr hat das Telefon noch nie geklingelt“, stellt Lang fest. Viele Menschen seien verunsichert, ob Minigolfspielen schon wieder erlaubt sei. Mittlerweile kommen immer mehr Gäste zum Minigolf spielen und nutzen die Möglichkeit, im Freien etwas mit der Familie oder Freunden unternehmen zu können. Die getroffenen Maßnahmen, wie Sicherheitsabstände beim Spielen und das obligatorische Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf der Terrasse, nimmt ein Großteil mit Verständnis an.

Die Minigolf- und pit-pat-Anlage Großbüchlberg hat an sieben Tagen die Woche geöffnet, montags von 13 bis 19 Uhr, an den restlichen Tagen beginnt der Spielbetrieb schon um 10 Uhr.

1984 war die Anlage die erste dieser Art in der Region und bildet seither ein festes Fundament des Freizeithugls. Weitere Angebote wie die pit-pat-Tische und die Golferhütt‘n mit Sonnenterrasse folgten. Auch die Bergpension mit 19 Betten und Panoramablick wird von der Familie Lang betrieben.


Fotos: Jürgen Lang/privat

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