„Dahoam is dahoam“ hilft mir, bayrisch zu lernen“

Pfarrvikar Dr. Gilbert Mburu Kabiru im Interview

Anzeige

Grafenwöhr. Seit August steht Pfarrvikar Dr. Gilbert Mburu Kabiru Pfarrer Müller zur Seite. So wie im vergangenen Jahr war Pfarrvikar Dr. Gilbert Mburu Kabiru auch heuer die Urlaubsvertretung für Pfarrer Bernhard Müller. Auch danach wirkt der Pfarrvikar in der katholischen Gemeinde. Ein Interview. 

Von Renate Gradl

Pfarrvikar Gilbert Grafenwöhr

Seit August 2020 ist Pfarrvikar Dr. Gilbert Mburu Kabiru in Grafenwöhr. Zeit zurückzublicken. Foto: Renate Gradl

Herr Pfarrvikar, jetzt sind Sie schon einige Monate hier in Grafenwöhr. Wie gefällt es Ihnen hier bei uns?

Es ist für mich eine tolle pastorale Erfahrung und ich bin sehr gut aufgenommen worden. Der Pfarrer ist sehr nett zu mir und hat mir geholfen – das passt; genauso wie Pfarrer Traßl. Sowohl bei ihm und bei Gertrud (Brunner) als auch bei Pfarrer Müller und bei Frau Schmidt halte ich Tischgemeinschaft. Sehr viel Hilfe habe ich von Anita (Stauber) erfahren, wenn ich nur an die Anmeldung mit der verbundenen Bürokratie denke. Anita hat ein goldenes Herz.

Was halten Sie von den Grafenwöhrern?

Die Leute sind total offen und sie haben auch viel Verständnis, wenn es um die Sprache geht. Damit ich die bayerische Mundart lernen kann, sehe ich mir die Sendung ‚Dahoam is dahoam‘ im Fernsehen an. Unterstützt wurde ich von Frau Heßler; von ihr habe ich einen Fernseher bekommen und auch von Willi Buchfelder. Es ist eine Ehre für mich, da er mir ein Auto gegeben hat.“

Leider ist ja heuer vieles nicht möglich. Aber beispielsweise den Ökumenischen Schöpfungstag und Allerheiligen haben Sie mit erlebt. Wie war dies für Sie?

Die ökumenische Zusammenarbeit und der Respekt haben mir gut gefallen. In meiner Heimat ist das leider nicht so. Die Gräbersegnung an Allerseelen kannte ich bisher nicht.

Wie steht es mit dem Essen?

Leberknödelsuppe, Schnitzel und Gulasch schmecken mir sehr gut. Neulich hat Frau Schmidt ein Adventsgulasch (mit Mandarinen) gekocht.

Apropos Essen. Was gibt es in Ihrer Heimat Kenia zu Weihnachten und wie wird das Fest gefeiert?

Die Familienmitglieder kommen am 25. Dezember um 10 Uhr zusammen, um die Geburt von Jesus zu feiern. Danach wird gesungen und getanzt. Etwa um 13 Uhr wird gemeinsam gegessen. Es gibt gegrillte Ziege oder Hühnchen mit Maisfladen.

Sie sind ja noch einige Monate bei uns in Grafenwöhr. Wie geht es danach weiter?

„Da muss ich flexibel sein. Das bestimmt der Bischof.

Das Zwischenfazit von Pfarrvikar Gilbert lautet: „Ich bin dankbar für alles, was ich erleben darf.“

Anzeige
Schlagworte:

Deine Meinung dazu!