Adventliche Stimmung beim Jubiläumstreffen des Klub 70

Floß. Eine eindrucksvolle Feierstunde umrahmte das Jubiläums-Abschlusstreffen des Klub 70, bei dem kleine Engel die Senioren beschenkten.

45 Jahre Seniorenkreis Klub 70. Eine Feierstunde im evangelischen Gemeindehaus von hohem Niveau. Senioren wurden von Engeln beschenkt. Foto: Fred Lehner

Was das Pfarrerehepaar Marianne und Walter Hirschmann vor 45 Jahren aus der Taufe hoben, den Seniorenkreis Klub 70, hat heute noch in der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptista Bestand. Beim Jahres-Abschlusstreffen am Samstag im Gemeindehaus ging die Erinnerung zurück auf das Jahr 1977, wo am 3. Dezember der Seniorenkreis ins Leben gerufen worden war.

Ein fester Teil der Kommune

Mehr als über 30 Jahre hatte Ilse Galland aus Plankenhammer die Leitung fest in ihren Händen. Sie konnte sich auf ein eingespieltes, freundschaftliches Team verlassen. Seit nunmehr zehn Jahren ist es Renate Lindner, eine waschechte Flosserin, die es schaffte, die Seniorengemeinschaft als festen gesellschaftlichen Teil in der Kommune weiter zu stärken.

Unterstützung erfuhr sie bisher durch Ehemann Gerd, Sieglinde Sommer und dem Ehepaar Brigitte und Werner Bock. Der überraschende Tod von Brigitte Bock hinterließ eine schmerzliche Lücke. Noch zu Beginn der festlichen Stunde hat man durch ehrende Nachrufe der in den letzten 12 Monaten verstorbenen sechs Männern, darunter Christoph Winkler und vier Frauen, darunter Teammitglied Brigitte Bock, gedacht und Kerzen angezündet.

Rückblick auf das vergangene Jahr

Renate Lindner bekannte, dass sie der Leitspruch des Seniorenkreises „Der Herr ist Sonne und Schild“ ermunterte, dieses Ehrenamt im Dienste christlicher Nächstenliebe zu übernehmen. Nach den Liedern „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ und „Wie soll ich dich empfangen“, listete die Leiterin alle Treffen seit Advent vergangenen Jahres auf. Dem Adventssingen folgten die Jahreslosung, ein Faschingsnachmittag in der Kirche, Beichte und Abendmahl mit einer Spende von 500 Euro für die Ukraine und der erste Kaffeenachmittag im Gemeindehaus seit der Corona-Pandemie.

Mutter- und Vatertag hat man gemeinsam gefeiert und die Reise zum Murner See war ein schönes Erlebnis. In Bergnetsreuth besuchte man das Hof-Café und die Senioren verstanden es auch, die Flosser Kirwa kräftig zu feiern. Abgerundet wurde das Jahr mit einem Vortrag der HVO-Gruppe. 50 warme Decken spendete der Seniorenkreis für die Kirche.

Festliches Beisammensein

Größte Aufmerksamkeit galt der Erzählung von Renate Lindner über Johann Hinrich Wichern, dem Gründer der Inneren Mission und Erfinder des Adventskranzes mit seinen damals 24 Kerzen (20 weiße und vier rote). Die adventliche und festliche Stimmung hatte mit Pfarrer Wilfried Römischer (Gitarre und Gebet) und dem Ehepaar Sabine und Norbert Meierhöfer, an der Flöte und dem Akkordeon, eine besondere Note. Eingestimmt hatten die Senioren in Adventslieder, darunter „Tochter Zion freue dich“.

In ihren Gruß- und Dankesworten hatten Bürgermeister Robert Lindner und Bürgermeister a. D. Fred Lehner die Bedeutung des Seniorenkreises im kirchlichen und kommunalen Leben des Marktes herausgestellt. Renate Lindner sei für den Klub 70 ein Glücksfall und Pfarrer Wilfried Römischer ein stets fürsorglicher Begleiter.

Die Überraschung kam noch vor dem Kaffeetrinken. Drei kleine Engel kamen mit vollen Körbchen und überreichten jedem Seniorenmitglied ein Geschenk. Auch die Kita überraschte mit kleinen Engelchen als Präsent. Die Feierstunde hatte noch lange kein Ende, denn erst im nächsten Jahr wird man sich wieder treffen.

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