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Waldthurn. Zu einer „12-Stunden-Übung“ hatte die Jugendgruppe der Feuerwehr Waldthurn am vergangenen Wochenende die befreundeten Jugendfeuerwehren Lennesrieth und Waldkirch nach Waldthurn beordert. Dem Einsatzbefehl sind die drei Jugendlichen aus Waldkirch, drei aus Lennesrieth und sieben aus Waldthurn mit ihren jeweiligen Betreuern gerne gefolgt.

Von Tanja Pflaum

Um sechs Uhr ging es los! Da hieß es antreten und die Anweisungen zum Tagesablauf entgegennehmen. Im Anschluss daran referierte Andreas Gleissner von der Feuerwehr Waldkirch über die Unfallverhütungsvorschriften(UVV). Die Einweisung an den Fahrzeugen übernahm der Waldthurner Jugendwart Josef Pflaum sen.

Um acht Uhr gab es eine kurze Frühstückspause, die nach 18 Minuten abrupt mit einem Alarm endete. Gemeldet wurde ein Brand auf der Erdaushubdeponie - stellvertretender Jugendwart Alexander Pflaum hatte dort einen Holzhaufen präpariert. Der Brand wurde erfolgreich gelöscht, die Mannschaft kehrte zurück zum Gerätehaus und widmete sich nach der Schlauchpflege weiter dem Frühstück.

Gegen 10.00 Uhr ging es mit etwas Theorie weiter. Josef Pflaum sen. und Josef Pflaum jun. referierten zum Thema Digitalfunk, erklärten Regeln und gaben eine kurze theoretische Einweisung. Auch wurden Funkgespräche simuliert.

Knoten zur Absturzsicherung

Nach einer kurzen Pause, gegen 11.20 Uhr, folgte bereits der zweite Alarm, der sich als Fehlalarm herausstellte – allerdings erst als man bereits Richtung „Schützenbrückl“ ausgerückt war. Fehlalarme gehören zum Leben in der Feuerwehr, auch wenn dies dann ärgerlich für alle Beteiligten ist. Von halb 12 bis gegen 13.00 Uhr ging es um die Absturzsicherung. Mit Dr. Michael Troidl, Andreas Troidl und Josef Pflaum hatte man erfahrene Ausbilder zur Hand um Knoten und Stiche zu lernen und zu üben. Brustbund, Halbmastwurf, Zimmermannsschlag und weitere Knoten waren zu meistern.

Auch das Mittagessen verlief nicht ungestört. Um 13.33 Uhr wurden die Jugendlichen zu einer technischen Hilfeleistung gerufen. Es galt eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug zu retten. Hier wurden die üblichen Techniken mit Rettungsspreizer und -schere demonstriert.

Florian Stahl von der Lennesriether Feuerwehr übernahm anschließend die Einweisung am Feuerlöscher, erklärte die Brandschutzklassen und berichtete über die Anwendung in der Praxis. Schnell war klar, dass man mit Feuerlöschern nur einen Entstehungsbrand bei einem Fahrzeug löschen kann. Bei einem Vollbrand benötigt man vor allem Schaum.

Bürgermeister lobt Engagement der Jugendlichen

Andreas Gleissner (FF Waldkirch) erläuterte bei der letzten Übungseinheit die vielseitige Verwendung des „Spineboards“ (Rettungsbrett). Weitere Ausbilder und Betreuer waren Thomas und Bernd Pentner von der Feuerwehr Waldkirch und Christian Müller, Julian und Martin Reil sowie Katharina Bäumler und Andreas Holfelner (alle FF Waldthurn). Auch Kommandant Michael Bäumler war mit dem neuen Schlauchwagen SWKats mit von der Partie, um den Übungsablauf zu beobachten.

In der abschließenden Besprechung im Waldthurner Gerätehaus wurden die einzelnen Situationen detailliert besprochen und auf Problematiken hingewiesen. Stellvertretender Bürgermeister Roman Bauer, der sich im Laufe des Tages immer wieder am Gerätehaus eingefunden hatte, lobte diese gemeinsame Aktion:

Allein schon die Bereitschaft der Jugendlichen, wegen 12 Stunden zu Übungszwecken am frühen Morgen aufzustehen, ist lobenswert!

Wichtig ist es, und das hat man an diesem Tag gesehen, dass die einzelnen Feuerwehren immer zusammenarbeiten! Bauer dankte allen, die diese Übung möglich gemacht und organisiert hatten.

12stundenübung Feuerwehr Waldthurn Alle Teilnehmer auf einen Blick. Die Feuerwehrjugend aus Waldthurn, Lennesrieth und Waldkirch erlebte eine intressante und informative 12-Stunden-Übung. Bilder: Pflaum

12stundenübung Feuerwehr Waldthurn Unter fachlicher Anleitung durften die Jugendlichen mit dem Rettungsspreizer eine eingeklemmte Person befreien. Foto: Pflaum

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