Möglicher Blindgänger bei Bauarbeiten gefunden: Evakuierung in Weiden geplant

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Weiden. Beim Spardabank-Stadion entstehen zwei weitere Kunstrasenflächen. Bevor diese Arbeiten aber beginnen können, hat die Stadt Weiden erst einmal die Firma HRS Kampfmittelerkundungs- und beratungs-GmbH aus Oberbayern beauftragt, die mögliche Bomben oder ähnliches im Boden lokalisiert. Denn auf historischen Luftbildaufnahmen kann man Bombentrichter im Boden erkennen. Dem geht die Stadt Weiden jetzt nach. 

Bombenfund Baustelle Weiden

Die Beteiligten der Spezialfirma und Oberbürgermeister Jens Meyer (zweiter von rechts) bei der Baustellenbegehung. Foto: Stadt Weiden

Im Rahmen der Voruntersuchungen für eine eventuelle Befestigung mit Schrankenanlage am Parkplatz Leyendecker Am Langen Steg und der Entwicklung des städtischen Stadions mit Erweiterung um zwei Kunstrasenplätze beauftragte die Stadt Weiden 2019 Kampfmittelvorerkundungen. Denn auf historischen Luftbildaufnahmen kann man Bombentrichter im Boden erkennen und muss davon ausgehen, dass dort auch noch Reste von Waffen, Munition oder Minen aus dem 2. Weltkrieg liegen.

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Deshalb beauftragte die Stadt die Firma HRS Kampfmittelerkundungs- und beratungs-GmbH aus Oberbayern, die mögliche Bomben oder ähnliches im Boden lokalisierte und deren Gefahr einstufte. Weil dort auch Kunstrasenplätze entstehen sollen, will die Stadt jegliches Risiko beseitigen. Deshalb sollen alle metallischen Rückstände vorsichtshalber entfernt werden – auch wenn sich bei Öffnung herausstellt, dass es sich nicht um gefährliche Reste des 2. Weltkriegs handelt.

Möglicherweise Blindgänger entdeckt

Zuletzt am vergangenen Sonntag konnte im Rahmen einer Baubegehung der Zeitplan für die Grabungsarbeiten der Firma HRS finalisiert werden. An den meisten Stellen sehen die Experten ein geringes Risikopotential, an einer Stelle aber besteht die Möglichkeit, dass dort ein Blindgänger liegt. Genau weiß man dies jedoch erst, wenn die Öffnung an 27. September erfolgt.

Deshalb muss dort ein Evakuierungsradius von 500 Metern eingerichtet werden, um überhaupt den Boden öffnen zu können. Die Vorbereitungen dafür laufen in enger Abstimmung mit allen beteiligten Führungskräften aller Weidener Rettungsdienste einschließlich der Bundespolizei seit mehreren Wochen. Als geeigneter Öffnungstermin wurde nun, der Sonntag, 27.09.2020 festgelegt.

„Ich gehe von einem reibungslosen Ablauf aus!“

Die betroffenen Anwohner werden bereits schriftlich informiert. Die Evakuierung wird von Einsatzkräften der Feuerwehr, des THW und der Polizei durchgeführt.

Das städtische Bürgertelefon ist vom 14.09. bis 24.09. und am 28.09. von 8-18 Uhr unter 0961/ 81-3838 für alle Evakuierungsfragen freigeschalten. Am Wochenende 25.09. und 26.09. werden die Zeiten erweitert von 8-20 Uhr und am Sonntag 27.9. von 6 bis 18 Uhr. E-Mailanfragen sind möglich unter bt@weiden.de Aktuelle Informationen werden ab 11.09. auch regelmäßig auf www.weiden.de eingestellt.

Oberbürgermeister Jens Meyer wird zusammen mit allen Führungskräften der Rettungsdienste im Laufe der nächsten Woche im Rahmen einer Pressekonferenz ausführlich informieren. Jens Meyer: „Die Schlagkraft und Einsatzbereitschaft unserer Rettungskräfte ist herausragend, eine Gefährdung der Bevölkerung kann durch deren engagierten Einsatz ausgeschlossen werden. Ich gehe von einem reibungslosen Ablauf aus.“

Foto: Stadt Weiden

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Ein Kommentar

  1. Der Oberbürgermeister ist überall dabei!

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