Bombenfund zum Start: Polizei-Messenger beweist sich

Schirmitz. Das Christkind hatte in diesem Jahr auch ein Geschenk für die Oberpfälzer Polizisten. Smartphones und eine neue Einsatztechnik soll in Zukunft die Zusammenarbeit der Polizeipräsidien verbessern. 

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Bei dem Bombenfund in Schirmitz kam der neue Messenger gleich zum Einsatz. Bild: Polizei Regensburg

Gestern ging der neue Polizei Messenger bei allen Dienststellen im Polizeipräsidium Oberpfalz online. Ähnlich wie WhatsApp kann die Polizei jetzt datensicher Ermittlungshinweise und Fahndungsfotos verschicken.

Als einen „Quantensprung für die Einsatzkommunikation der Bayerischen Polizei“ hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den neuen „Polizei Messenger“ bezeichnet. Ende Mai dieses Jahres gab der Minister den Startschuss für die flächendeckende Ausstattung der Bayerischen Polizei.

189 Handys für Oberpfälzer Polizisten

Jetzt haben auch die Oberpfälzer Polizisten über insgesamt 189 Handys und 135 sogenannte Desktop-Lizenzen erhalten. Im Einsatzfall können mit der neuen Technik relevante Bilder, Fahndungsfotos oder Ermittlungshinweise auf die Smartphones verschickt und somit den eingesetzten Beamten schnell zugänglich gemacht werden. Jede Streifenbesatzung hat jetzt neben dem Digitalfunk auch noch ein weiteres, hochmodernes Einsatzmittel zur Verfügung.

Das neue Smartphone kann aber noch mehr. Neben dem schnellen Datenversand können die Einsatzkräfte auch das Internet nutzen, um so vielfältige Polizeiaufgaben zu erledigen.

Bombenfund bei Schirmitz

Bereits zwei Tage vor dem offiziellen Startschuss zeigte sich der große Einsatzwert des neuen Messengers. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz der Fund einer vermeintlichen Bodenmine in Weiden gemeldet.

Die Beamten der Polizeiinspektion Weiden fotografierten vor Ort den Gegenstand und schickten die Bilder via Messenger über die polizeiliche Einsatzzentrale an das Sprengstoffkommando in München. Anhand der Bilder konnten die Experten Entwarnung geben und den Gegenstand sogar als Deckel einer Fliegerbombe identifizieren.

Datenschutz als oberste Priorität

Einen besonderen Stellenwert beim Versenden der sensiblen Daten haben natürlich der Datenschutz und die Datensicherheit. Die digitalisierten Fotos und Schriftsätze verlassen nie das deutsche Staatsgebiet, da sich hier auch der Serverstandort befindet. Die übermittelten Nachrichten werden bereits beim Übertragen automatisch verschlüsselt und ebenso abgespeichert. So ist die genutzte Technik nach dem Standard des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert und nach außen hin abgeschottet.

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