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Markt Kaltenbrunn trauert um Hans Rodler

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Kaltenbrunn. Wie sehr Hans Rodler über den Markt hinaus geschätzt war, zeigte sich am Samstag beim Trauergottesdienst und der anschließenden Beerdigung. Das Leben des nahezu 88-Jährigen sei jederzeit auf das Gesetz des Weizenkorns ausgerichtet gewesen, betonte Pfarrer Varghese Puthenchira, ausgehend vom Evangelium. Solist Hans Liedl sang dazu das passende Lied. 

Führungskräfte der Feuerwehr trugen den Sarg ihres Ehrenvorsitzenden zum Grab, wo er an der Seite seiner Erna beigesetzt wurde. Foto: Siggi Bock

"Er hat gepflügt und gesät und im übertragenen Sinn Früchte gebracht. An diesen wird ihn Gott wiedererkennen. Nun hat der Herr der Ernte sein Amen über dieses wahrhaft erfüllte Leben gesprochen.“ Puthenchira sagte Rodler für die 26-jährige Mitarbeit in der Kirchenverwaltung, für die Dienste mit dem Traktor, auch für Mitmenschen, „Vergelt`s Gott!“.

Der zweite von fünf „Kernbauern-Boum“ aus Gössenreuth hatte 1961 Erna Kraus geheiratet. 1968 folgte der Bau des Aussiedlerhofs. Fünf Töchter, 12 Enkel und sechs Urenkel waren seine große Freude.

Unermüdliche Stütze

„Hans Rodler war Landwirt aus Berufung und bis zuletzt eine schier unermüdliche Stütze auf dem Hof, wo er jetzt eine große Lücke hinterlässt. Er war froh und stolz, dass Tochter Ingrid den Vollerwerbsbetrieb weiterführte. Seinen Enkel Matthias hat er ausgebildet, so dass er zu seiner rechten Hand wurde“, sagte Puthenchira. Niemand habe geahnt, dass Gott ihn knapp acht Monate nach seiner Frau ebenso rasch heimrufen würde. „Nun lebt er in Gottes Liebe wieder mit ihr vereint“, schloss Puthenchira.  

Ein langer Trauerzug, angeführt von einer starken Abordnung der Feuerwehr, bewegte sich zum Friedhof.
Am offenen Grab erinnerte Bürgermeister Ludwig Biller an das politische Wirken des ehemaligen langjährigen Gemeinderats und 2.Bürgermeisters, der maßgeblich an der Entwicklung der Gemeinde beteiligt war, sich hartnäckig und bestimmt besonders für die Belange seines Heimatorts und deren Bürgerschaft eingesetzt und eine Vielzahl von Spuren hinterlassen habe. 

22 Jahre an der Spitze der Feuerwehr

„Er war seit 1966 ein fester Bestandteil des CSU-Ortsverbands, den er 15 Jahre engagiert führte. Uns alle bewegt in dieser Stunde auch der Dank, im Ehrenvorsitzenden einen ganz besonderen Menschen gekannt zu haben“, sagte Thomas Schönberger. Für die langjährige Treue zum FC dankte Andreas Malzer.

Die Bestürzung und Trauer der Marktfeuerwehr über das Ableben ihres Ehrenvorsitzenden brachte Thomas Gmeiner zum Ausdruck. In den zehn Jahren als Kommandant und 22 Jahren als Vereinschef habe Rodler diese mit großem Einsatz geprägt. In seine Amtszeit fielen unter anderem auch drei große Jubiläen. Mit den von der Stadtkapelle Grafenwöhr intonierten Liedern vom guten Kameraden und „s`is Feieroumd“ endete die Trauerfeier.

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