Buntes

Erstaunliche Aufnahmen vom Waldecker Schloßberg

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Waldeck. Ein Multicopter zieht in gleichmäßigen Bahnen seine Runden über dem Waldecker Schloßberg. Es ist aber keine Hobbydrohne, die hier Schnappschüsse von der beeindruckenden Ruinenkulisse macht.

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Eine ganz besondere Drohne zieht Kreise über die Burgruine Waldeck: Die neuentwickelte Kamera "P1" an der "M300" hat eine Auflösung von 45 Megapixel. Bild: Roland Wellenhöfer.
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Tom Gradl und Anselm Dötterl testen neuste Technik und lassen die Drohne für erstaunliche Aufnahmen über die Burgruine Waldeck fliegen. Bild: Roland Wellenhöfer.
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Fotorealistisch: Sieht aus wie ein Foto ist aber eine dreidimensionale Animation, errechnet aus hunderten von Einzelfotos. Bild: Globe Flight.
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Für den spannenden Testflug hatten Tom Gradl und Anselm Dötterl viel Equipment dabei. Bild: Roland Wellenhöfer.
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Tom Gradl (links) und Anselm Dötterl. Bild: Roland Wellenhöfer.
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Von der Dohnen-Technik, die Anselm Dötter (links) und Tom Gradl (2. von links) mitgebracht haben sind Bürgermeister Roman Schäffler (rechts) und HUK-Vorstand Georg Wagner (2. von rechts) und dessen Enkel Niko (vorne) begeistert. Bild: Roland Wellenhöfer.
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Schon bei ersten Blick die 3D Animation sind Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler und HUK-Vorstand Georg Wagner begeistert. Bild: Roland Wellenhöfer.

Normalerweise verkaufen Tom Gradl und Anselm Dötterl Industriedrohnen vom Weltmarktführer DJI. Jetzt durften sie einen Prototyp mit hochmoderner Vermessungstechnik ausprobieren - und zwar am Waldecker Schloßberg. Eine Win-Win-Situation für die Drohnen-Experten und dem Heimat- und Kulturverein.

Die zwei Mitarbeiter des Regensburger Unternehmens Globe Flight haben den Waldecker Schloßberg nicht zufällig ausgewählt: Anselm Dötterl ist Erbendorfer, von ihm stammt die Idee im rauhen Oberpfälzer Hügelland den Prototyp zu testen. „Mit dem Schloßberg und der Ruine haben wir ideale Gegebenheiten, um die hohen Ansprüche an Fluggerät und Kamera zu testen."

Fliegendes Auge 

Zusammen mit seinem Kollegen Tom Gradl hat Anselm Dötterl erste Flugversuche gewagt: Eingesetzt wurde dabei das neueste Kameramodell „P1“ mit einer Auflösung von 45 Megapixel, das speziell für solche Photogrammetrie-Flugeinsätze entwickelt wurde. Der Multicopter vom Typ „M300“, an dem die Kamera adaptiert wird, kann eine Nutzlast von 2,7 Kilogramm tragen, erklärt Gradl.

Der Multikopter lässt sich vom Boden aus steuern. Für Vermessungsmissionen wird aber eine definierte Flugroute mit festgelegten Wegpunkten vorprogrammiert. In rund 100 Metern Höhe schwebt das „fliegende Auge“ über Grund. Insgesamt sind fünf einzelne Missionen notwendig.

Dreidimensionales Modell von der Burgruine 

Das Ergebnis sind hunderte von hochpräzisen Aufnahmen, aus denen zunächst eine digitale Punktewolke und schließlich ein fotorealistisches Geländemodell errechnet wird. Das sieht zwar aus wie ein normales Foto, denn erst am Monitor merkt man, dass es ein dreidimensionales Modell ist, in das man aus verschiedenen Richtungen hineinzoomen kann.

Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler und Georg Wagner vom Heimat- und Kulturverein waren sofort Feuer und Flamme für das Projekt. Gespannt verfolgen sie trotz Wind und Kälte die Aktion. Noch vor Ort werfen sie einen Blick auf die Aufnahmen und sind begeistert von dem völlig neuen Blick auf die Ruine. „Diese digitalen Aufnahmen müssten unbedingt einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden“, ist sich Roman Schäffler sicher. Georg Wagner hat angeregt, dass das neue virtuelle Modell über die Vereinshomepage des Heimat- Kulturvereins zugänglich gemacht wird.

Aufnahmen für die Nachwelt 

Auch Anselm Dötterl und Tom Gradl ziehen ein positives Resümee: „Wir konnten alle Testflüge erfolgreich abschließen. Die eingesetzte Drohne und die neue Kamera haben sich dabei sehr bewährt“, sagt Dötterl.

Die gewonnenen Daten stellen die beiden dem Heimat- und Kulturverein Waldeck, der Stadt Kemnath und der Denkmalschutzbehörde zur Verfügung: "Vielleicht können unsere Aufnahmen einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Welt unserer Vorfahren besser zu verstehen und die Ruinen auf dem Schloßberg für die Nachwelt zu erhalten". 

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