Europa-Treffen: Viel Potenzial für oberpfälzisch-böhmischen Grenzraum

Regensburg. Beim Jahrestreffen der Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation wurde das deutsch-tschechische Verhältnis in den Mittelpunkt gerückt.

Zum Abschluss der Tagung nahmen die Teilnehmer an einer Führung durch das Haus der Bayerischen Geschichte teil. Foto: Stefan Schmid
Zum Abschluss der Tagung nahmen die Teilnehmer an einer Führung durch das Haus der Bayerischen Geschichte teil. Foto: Stefan Schmid
Europa bewegte Institutionen berichten über ihre Arbeit. Hier Josef Schönhammer von der Akademie Ostbayern-Böhmen (recht aus dem Podium). Foto: Stefan Schmid
Europa bewegte Institutionen berichten über ihre Arbeit. Hier Josef Schönhammer von der Akademie Ostbayern-Böhmen (recht aus dem Podium). Foto: Stefan Schmid
Prof. Dr. Wolfgang Otto begrüßt die Teilnehmer des Jahrestreffens der FEK im Zachhof Niederleierndorf. Foto: Stefan Schmid
Prof. Dr. Wolfgang Otto begrüßt die Teilnehmer des Jahrestreffens der FEK im Zachhof Niederleierndorf. Foto: Stefan Schmid
Zum Abschluss der Tagung nahmen die Teilnehmer an einer Führung durch das Haus der Bayerischen Geschichte teil. Foto: Stefan Schmid
Zum Abschluss der Tagung nahmen die Teilnehmer an einer Führung durch das Haus der Bayerischen Geschichte teil. Foto: Stefan Schmid
Stefan Schmid
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Beim ersten Präsenz-Treffen der Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation e.V. (FEK) in Regensburg am Wochenende seit 2019 stand thematisch das deutsch-tschechische Verhältnis im Fokus. Die FEK gibt unter der Leitung von Chefredakteur Prof. Dr. Wolfgang Otto monatlich die Zeitschrift EUROjournal heraus, in der europäische Themen jeglicher Couleur besprochen werden.

Aus Sicht der FEK hält die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vor allem in der Nordoberpfalz noch viel nicht ausgeschöpftes Potenzial bereit. Die FEK bietet dazu ein Forum für über 20 Partnerorganisationen, die durch den gemeinsamen Austausch voneinander profitieren.

Auftakt im Zachhof Niederleierndorf

Obwohl die Gäste allesamt in einem Regensburger Hotel zusammengekommen waren, spielte sich ein Großteil des Jahrestreffens außerhalb der Domstadt ab. Zum Auftakt gastierte die Gruppe im Zachhof Niederleierndorf in der Gemeinde Schierling. Dort begrüßte Dr. Maria-Luise Götz die Gesellschaft in dem unter ihrer Federführung renovierten Hof.

Am zweiten Tag sollte es nach Lauf in das Deutsch-Tschechische Kulturzentrum Wenzelburg gehen, den Abschluss bildete eine Zusammenkauft im Haus der Bayerischen Geschichte Regensburg.

Die Pächterin des Zachhof Niederleierndorf Dr. Maria-Luise Götz begrüßt die Gäste von der FEK. Foto: Stefan Schmid

Die Größenordnung der FEK vergleicht Wolfgang Otto mit der SpVgg Weiden, während andere Organisationen mit dem TSV 1860 München oder SSV Jahn Regensburg gleichzusetzen seien. Understatement, wie sich herausstellen sollte. So ließen sich Theo Waigel, Bundesfinanzminister a.D., und Günther Beckstein, Bayerischer Ministerpräsident a.D., entschuldigen und ihre Grüße ausrichten.

Partner mit Herz und Engagement für die Oberpfalz

Dei Vielzahl an Herausforderungen für die Europäische Gemeinschaft, allen voran der Krieg in der Ukraine, gab Gesprächsstoff für die Teilnehmer. Daneben sollten aber auch Oberpfälzer Themen nicht zu kurz kommen. Allen voran sind die Einblicke zu nennen, die von Josef Schönhammer, Vorsitzender der Akademie Ostbayern-Böhmen, und Johannes Breyer, Hauptmann der Fähnlein von der Weyden, gewonnen werden konnten.

Schönhammer sieht im Wirtschafts- und Kulturraum Ostbayern-Böhmen viele Möglichkeiten, die zum Teil nicht ausgeschöpft würden oder wenig bekannt seien. Schon jetzt hat „die Region als Ganzes mehr wirtschaftlich zu bieten als die Stadt München“, so Schönhammer. Als Beispiel führt er unter anderem die Firma Irlbacher Blickpunkt Glas ins Feld, die für Hightech-Bildschirme in der ganzen Welt gefragt sei. Positiv sieht er die Entwicklung, dass 80 Prozent aller OTH-Absolventen in der Region bleiben würden. „Es wollen nicht mehr alle nach München.“

FEK bietet Forum für alle Europa-Themen

Die verschiedenen Institutionen, für die die FEK eine Plattform bilden will, endet aber nicht bei Politik und Wirtschaft. Die Partner der FEK decken eine ganze Palette von Themen ab. So findet sich mit den Donau-Volleys ein ambitionierter Sportverein genauso unter den Partnern wieder wie die Ostdeutsche Galerie in Regensburg oder das Spitalarchiv Regensburg.

Prof. Dr. Wolfgang Otto im Gespräch mit Johannes Breyer, Hauptmann Fähnlein von der Weyden. Foto: Stefan Schmid

Von enormem historischen Interesse für die Region Weiden ist das Fähnlein von der Weyden. Eine Reenactment Gruppe, die versucht, die Lebensrealität während des Dreißigjährigen Krieges in der Region authentisch darzustellen. Besonders in der nordöstlichen Oberpfalz sei es wichtig, den Auftrag „Zeitgeschichte repräsentieren“ ernst zu nehmen, so Johannes Breyer, der den Hauptmann bei Fähnlein von der Weyden gibt. Die Region, und im speziellen Weiden, seien während des Krieges von 1618 bis 1648 beinahe halbjährlich unter einem anderen Herrschaftsanspruch gestanden.

Wer sich selbst über die Arbeit der FEK informieren will, dem sei ein Blick auf die Homepage des EUROjournals empfohlen.

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