Tödlicher Unfall auf der B 85 gibt weiter Rätsel auf

Cham/Neustadt/WN. Drei Tage nach dem schrecklichen Unfall auf der B 85 bei Cham, bei dem ein 46 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Neustadt/WN ums Leben kam (wir berichteten), gibt es zwar neue Erkenntnisse, aber noch keine Erklärung, wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte.

Einen Toten und vier Schwerverletzte fordert der von einem Geisterfahrer verursachte Unfall am Samstag auf der B 85 bei Cham. Foto: Vifogra

Der Geisterfahrer, der am Samstag auf der vierspurig ausgebauten Bundesstraße 85 bei Cham einen Frontalzusammenstoß verursacht hat (https://www.oberpfalzecho.de/beitrag/neustaedter-landkreisbuerger-stirbt-auf-der-b-85), ist ersten Ermittlungen der Polizei zufolge circa zehn Kilometer in falscher Richtung gefahren, ehe es zum Crash mit dem Auto der 42 Jahre alten Frau aus dem Landkreis Cham kam. Laut Polizei Cham ist der 37 Jahre alte Unfallverursacher gegen 20.30 Uhr bereits am Kreisel Roding in falscher Richtung auf die autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße aufgefahren.

Falsch eingebogen

Ungeklärt ist, warum der Mann als Falschfahrer in Richtung Cham gefahren ist. Die Bundesstraße hat dort in jede Fahrtrichtung zwei Fahrspuren. Zu dem Zeitpunkt herrschten leichter Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Warum er dabei mehrere Warnschilder nicht beachtet hat, ist ebenfalls unklar. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, sei der Mann dann rund zehn Kilometer in falscher Richtung gefahren und habe dabei auch zwei Ausfahrten passiert: Wetterfeld und Untertraubenbach. Hier hätte er seinen Fehler noch korrigieren können, fuhr aber in der falschen Richtung weiter.

Polizei befragt Zeugen

Die Details zu der Geisterfahrt haben sich aus den bisherigen Zeugenbefragungen der Polizei ergeben – von Verkehrsteilnehmern, die sich nach dem Aufruf der Polizei gemeldet hatten. Das sagte ein Sprecher der Chamer Polizei dem BR. Der Geisterfahrer aus dem Landkreis Cham hätte ortskundig sein müssen. Er konnte bisher nicht vernommen werden, weil er ebenso wie drei andere Unfallbeteiligte im Krankenhaus liegt.

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