Nach dreijähriger Ausbildung: 27 Junglandwirte freigesprochen

Neustadt/WN. 27 frisch gebackene Junglandwirtinnen und -landwirte haben jetzt in der Stadthalle Neustadt/WN ihre Urkunden und Zeugnisse in Empfang genommen.

Die Junglandwirtinnen und – landwirte aus dem Landkreis Neustadt/WN. Foto: Regierung der Oberpfalz

Wie sieht unsere zukünftige Ernährung aus? Wie lassen sich Nachhaltigkeit, Tierwohl, Verbraucherwünsche, aber auch Traditionen verbinden? Die Antworten auf diese und viele weitere wichtige Fragen haben sich 27 frische Landwirtinnen und Landwirte aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neustadt/WN und Tirschenreuth zur Aufgabe gemacht. Sie absolvierten nach dreijähriger, dualer Ausbildung beziehungsweise nach Vorbereitung über das Bildungsprogramm „Landwirt“ an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erfolgreich die Prüfungen im staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Landwirt/in“.

Zeugnisse und Urkunden überreicht

In der Neustädter Stadthalle wurden sie jetzt für ihre Leistungen belohnt. Johannes Hebauer, Bereichsleiter „Ernährung und Landwirtschaft“ an der Regierung der Oberpfalz, Werner Wendl, Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Franz Josef Gretsch vom staatlichen Berufsschulzentrum Neustadt/WN überreichten den neuen Landwirtinnen und Landwirten ihre Zeugnisse und Urkunden.

Landwirte machen die Menschen satt

In seiner Rede lobte Hebauer die Absolventinnen und Absolventen, dass sie sich für einen dermaßen wichtigen, aber oft auch stressigen Beruf entschieden haben. Krisen wie die Corona-Pandemie und der Ukrainekrieg würden zeigen, dass es von den Landwirten im eigenen Land abhänge, dass die Menschen hier auch in Zukunft noch satt werden. Und dabei müssen die Junglandwirte zusätzlich Fernblick beweisen, damit trotz Klimawandel weiter reiche Ernte eingefahren werden könne.

Die Junglandwirtinnen und -landwirte aus dem Landkreis Tirschenreuth Foto: Regierung der Oberpfalz

Abschlussprüfung in fünf Betrieben

Auf diese und weitere Aufgaben bereitete die Ausbildung die Absolventen theoretisch und praktisch vor. Zur Abschlussprüfung mussten die Teilnehmer in fünf landwirtschaftlichen Betrieben in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neustadt/WN sowie am Staatsgut Almesbach in Weiden das Erlernte unter Beweis stellen. Die Haltung von kleinen Ferkeln und ausgewachsenen Rindern stand genauso auf dem Prüfungszettel wie genaues Düngen und der verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzenschutzmitteln.

Als zusätzliches Zeichen der Wertschätzung für besonders gute Leistungen erhielten die drei besten Auszubildenden, darunter Johannes Kick aus Luhe-Wildenau, jeweils einen Gutschein des Bayerischen Bauernverbands (BBV) zur Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen.

Für die Zukunft fit machen

Wolfgang Wenisch, Behördenleiter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth-Weiden forderte in seinem Schlusswort die Junglandwirte dazu auf, sich über die landwirtschaftlichen Fachschulen, wie die Landwirtschaftsschule in Weiden, für die zukünftigen und herausfordernden Aufgaben als landwirtschaftliche Betriebsleiter und Unternehmer oder für eine Tätigkeit im Dienstleistungsbereich fit zu machen.

Absolventen aus dem Landkreis Neustadt/WN:

Frischholz Klaus, Georgenberg
Hammerl Franz, Moosbach
Käs Franziska, Pressath
Kick Johannes, Luhe-Wildenau
Krauß Moritz, Weiherhammer
Nicklas Afra, Tännesberg
Sechser Felix, Altenstadt
Wiebe Jotam, Windischeschenbach
Woppmann Lukas, Leuchtenberg
Ziegler Daniel, Neustadt am Kulm

Absolventen aus dem Landkreis Tirschenreuth:

Bayer Michael, Pullenreuth
Kaiser Elias, Mähring
Kraus Rainer, Tirschenreuth
Müller Tobias, Pullenreuth
Nurtsch Jessica, Plößberg
Nusstein Michael, Kulmain
Schiml Florian, Kemnath

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