Professoren-Titel für Weidener Urologen

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Weiden. Privatdozent Dr. med. Dr. phil. Thomas Bschleipfer, Chefarzt der Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie am Klinikum Weiden, wurde am 25. Januar von der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Professor ernannt. Darauf war nicht nur er selbst sehr stolz. 

Von Yvonne Sengenberger

Schon seit seiner Studienzeit forscht Professor Bschleipfer im Bereich der Blasenfunktionsstörungen. Und damals schon hielt er erste Vorträge auf großen Urologen-Kongressen in ganz Deutschland. Er erforschte das Gefühl in der Blase, das Phänomen Reizblase und den Einfluss der Prostata. „Das Ergebnis zählt jetzt auch zu den europäischen Leitlinien. Darauf bin ich besonders stolz“, erzählt Professor Bschleipfer. Das kann er auch sein. Einen Professoren-Titel mit nur 44 Jahren kann auch nicht jeder vorweisen.

Klinikum Nordoberpfalz Urologie

Darauf wurde angestoßen (von links): Ärztlicher Direktor Dr. med. Thomas H. Egginger, Vorstand Josef Götz und der „neue“ Professor Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Bschleipfer trinken auf den Titel

„Wir sind stolz“

Mindestens genauso stolz ist Klinikchef Josef Götz: „Wir sind stolz, weil wir einen weiteren Professor in unseren Reihen haben. Das zeigt, dass er sowohl in der Lehre als auch in der Forschung herausragend ist.“ Indem sie Thomas Bschleipfer vor eineinhalb Jahren nach Weiden geholt haben, wollten sie auch das Leistungsangebot der Urologie in Weiden verbessern. „Wir haben hier mit Prof. Dr. med. Theodor Klotz schon einen Experten auf dem Gebiet von Prostataerkrankungen und Geschlechtsumwandlungen, der überregional bekannt ist. Wir sind glücklich, so einen kompetenten Chefarzt gewonnen zu haben.“

Patienten gibt es genügend,

erzählt der frisch gebackene Professor. Erkrankungen der Blase, wie Blasenschwäche, seien eine Volkskrankheit. Und kämen sogar noch häufiger vor als Diabetes und Depressionen. Nur sei eine Blasenschwäche bei Frauen und Männern oft auch einfach ein Tabuthema. Man wolle damit nicht gerne zum Arzt gehen, vielen sei es peinlich. „Dabei ist eine Behandlung oft ganz einfach. Es gibt jede Menge Möglichkeiten“, so Bschleipfer. „Ich sehe es auch als meine Aufgabe dieses Tabu aufzubrechen.“ Viele würden gar nicht mehr unter Leute gehen, aus Angst sich zu blamieren. „Die Patienten planen ihren gesamten Alltag nach der nächstgelegenen Toilette“, erzählt der Mediziner.

Interdisziplinäres Kontinenz- und Beckenbodenzentrum wird zertifiziert

In Kürze soll das von Dr. med. Dr. phil. Thomas Bschleipfer schon vor längerem ins Leben gerufene interdisziplinäres Kontinenz- und Beckenbodenzentrum sogar zertifiziert werden. Hier können übermäßiger Harndrang, unwillkürlicher Urinverlust und altersbedingte Vergrößerung der Prostata mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen genau diagnostiziert und behandelt werden. Ein weiterer Meilenstein der Urologie in Weiden. Klinikum Nordoberpfalz Urologie

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3 Kommentare

  1. Ärzte sind top
    ABER
    Die Anmeldung und Verständigung der einzelnen Abteilungen unter aller Sau !!!
    Warum wirft da nicht mal jemand ein Auge drauf

  2. Mein Mann ist zur Zeit in der Klinik .Die Ärzte sind echt top,und danke an die Station 72 sind alle Freundlich . Danke

  3. Pingback: Tabuthema Blase - Beckenboden - Enddarm | OberpfalzECHO

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