Beim SV Steinmühle: Kicken auf dem Immergrün

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Tirschenreuth/Steinmühle. Franz Faltenbacher ist einer von denen, die in den vergangenen Wochen und Monaten fast jede freie Minute auf dem Gelände ihres Sportvereins verbracht haben. „Wie viel genau kann ich jetzt nicht sagen“, antwortet der zweite Vorsitzende des SV Steinmühle. Faltenbacher ist natürlich nicht der einzige, der mitgeholfen hat, aus dem einstigen Ascheplatz ein Kunstrasenspielfeld zu zaubern – das erste ihrer Art im Landkreis Tirschenreuth.

Von Udo Fürst

Franz Faltenbacher SV Steinmühle Kunstrasen Premiere Landkreis Tirschenreuth

Franz Faltenbacher, der zweite Vorsitzende des SV Steinmühle, hat viele Stunden Freizeit geopfert – so wie viele andere Vereinsmitglieder. Foto: Udo Fürst

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Rund 375.000 Euro hat der neue Platz gekostet. Bezahlt wird er durch Leadermittel (200.000 Euro), Beiträge der Städte Mitterteich und Waldsassen (jeweils 75.000 Euro) und den SV Steinmühle, der das mit Eigenleistung aufbringt.

Viele Freiwillige im Einsatz

Ein sommerlicher Samstag Ende September: Zwei SV-Mitglieder werkeln an den Außenanlagen des Geländes mit Bagger und Radlader. Einer der Freiwilligen ist Franz Faltenbacher, die Torhüterlegende des SV Steinmühle. Penibel putzt er seine Schuhe ab, ehe er das nagelneue Spielfeld betritt. So, als könnte er den vor wenigen Wochen verlegten Kunstrasen beschmutzen.

Weil den Sportplatz außer dem SVS auch der SV und ATS Mitterteich, die Sportfreunde Kondrau und ASV Waldsassen nutzen, wird die neue Anlage offiziell „Interkommunale multifunktionale Sport- und Freizeitanlage Steinmühle“ heißen. Ob und in welcher Form auch andere Vereine vor allem im Winter und Frühjahr in den Genuss des Kunstrasenplatzes kommen können, sei laut SV-Vorsitzenden Stephan Andörfer noch nicht abschließend geklärt. Mit eingebunden ist auf jeden Fall die Kreisvereinigung Lebenshilfe. Schließlich soll der Platz auch Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen.

Landrat Wolfgang Lippert begrüßt die gelungene interkommunale Zusammenarbeit zwischen Städten und Vereinen. „Das ist ein wichtiges Projekt für unsere Jugend“, sagt der Landrat, der sich auch darüber freut, dass die Anlage barrierefrei erreicht werden kann. Mit der Anlage im Stiftland sollen die Vereinsstrukturen und das Ehrenamt gestärkt werden. Der Fokus liegt dabei auch auf der Jugendarbeit. Der ganzjährig bespielbare Platz bietet dafür die besten Voraussetzungen. Nach Auskunft von SV-Vorsitzendem Andörfer ist die Multifunktionsanlage 99 mal 62 Meter groß und soll mit einer Flutlichtanlage ausgestattet werden.

Startschuss fiel bereits 2018

Von der Idee bis zur Verwirklichung vergingen sechs Jahre. Jetzt freuen sich alle auf die Freigabe des Platzes, die zunächst durch eine „politische Eröffnung“ erfolgen soll. Bereits in den kommenden Wochen kann dann der Trainings- und Spielbetrieb starten. Der offizielle Startschuss fällt dann erst im kommenden Jahr mit einer großen Eröffnungsfeier und einem Eröffnungsspiel. Wer dabei gegen wen spielt, ist noch nicht klar.

Unterdessen opfern viele Freiwillige vom Sportverein Steinmühle weiterhin ihre Freizeit, um das Gelände auf Vordermann zu bringen. Laut Vorsitzerndem Andörfer seien noch viele Arbeiten nötig. „Wir wollen auch das Umfeld des Kunstrasenplatzes in einem annehmbaren Zustand zeigen, das müssen wir heuer noch hinkriegen.“ Wenn dem SV das gelingt – und davon kann man angesichts des überaus schmucken Sportgeländes des Vereins ausgehen – wurde damit in unmittelbarer Nachbarschaft der Deponie ein wahres Kleinod geschaffen.

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Ein Kommentar

  1. Beim SV Steinmühle hab ich mein allererstes Fußballspiel in der Fuchsmühler „Schüler“-Mannschaft gemacht! Dürfte 1975 gewesen sein! Und den Platz hab ich als alles andere als „immergrün“ in Erinnerung!

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