Backhaus Kutzer: Leben in der Backstube

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Konnersreuth. Wer sich mit Verena und Patrick Kutzer über den Bäckerberuf unterhält, bekommt nicht nur eine Menge Fachwissen vermittelt, sondern spürt eine tiefe Leidenschaft für Qualität und Tradition. So geschehen beim Besuch der Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz am Standort des Backhauses Kutzer in Konnersreuth.

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Beeindruckte Wirtschaftsjunioren beim Besuch im Backhaus der Geschwister Verena (knieend) und Patrick Kutzer (3. von rechts). Bild: Wirtschaftsjunioren.

Gemeinsam mit ihrem Vater Robert führen die Geschwister den mittlerweile 600 Köpfe zählenden Betrieb. Verena Kutzer ist selbst Mitglied der Wirtschaftsjunioren und vermittelte der Besuchergruppe das „besondere Leben, wenn man in der Backstube aufgewachsen ist“. Man sei im Geist immer noch Handwerk, wenn auch das Unternehmen mittlerweile erfolgreich mit rund 10.000 Quadratmeter Produktionsfläche und aktuell 54 Filialen in der Liga der Großbäckereien spiele. Vater Robert stellte die entscheidenden Weichen auf Expansion Anfang der 80er Jahre für den 1779 erstmals erwähnten Betrieb.

„Heute folgen Bäckereien einem ganz anderen Geschäftsmodell, ohne integriertes Cafe geht zum Beispiel so gut wie nichts mehr“, schildert Patrick Kutzer die Lage. Was aber bleibt, ist die Liebe zum Produkt, denn bei Kutzer werde Wert darauf gelegt, dass der Teig ruhe und Aroma entwickle. Gerne erweitert Kutzer auch das Portfolio der rund 1.000 Produkte und beschäftigt sich mit alten Techniken der Backkunst.

Mangelware Bäckerlehrlinge

Im Magen liegt der Unternehmensführung allein der Fachkräftemangel. Bäckerlehrlinge sind Mangelware, der Beruf scheint nicht mehr dem Zeitgeist zu entsprechen. „Hier müssen wir ansetzen und kommunizieren, dass wir attraktive Bedingungen in einem technisch arbeitenden Betrieb bieten“, bricht Patrick Kutzer eine Lanze für die Branche. Beim frühen Aufstehen werde es aber auch in Zukunft bleiben, so der Juniorchef augenzwinkernd.

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