Eslarn braucht Sanitäter!

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Eslarn/Moosbach. Um Sanitäter in Eslarn steht es derzeit recht knapp. Zwei Helfer vor Ort stemmen die wichtige Arbeit im Ort. Mit etwas Glück könnte sich das bald ändern. 

Sanitätsausbildung Feuerwehr Eslarn Moosbach

Zwölf Teilnehmer der Feuerwehr Eslarn und Moosbach bestehen ihre Sanitätsausbildung. Hier im Bild zusammen mit den Ausbildern, Bürgermeister Reiner Gäbl und Markträtin Laura Roth.

An 15 Unterrichtstagen, verteilt auf fünf Monate, haben sich 12 Prüflinge der Feuerwehren Eslarn und Moosbach intensiv auf die anspruchsvollen Fragen ihrer Prüfung vorbereitet. Kursleiter Andreas Gall und der Leiter der Helfer-Vor-Ort-Gruppe Eslarn, Stefan Hammerl, waren für die Unterrichte der Sanitätsausbildung verantwortlich. Christiane Sier und Christian Sollfrank unterstützen die beiden. Gemeinsam bildeten sie auch das Prüfungsgremium. Markträtin Laura Roth kümmerte sich bei den ganztägigen Unterrichten um die Verpflegung, die der Markt Eslarn sponserte.

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Erfahrung sammeln, Leben retten

Die Sanitätsgrundausbildung ist Grundlage für die qualifizierte erste Hilfe bei Rettungseinsätzen. Gerade Feuerwehr-Einsatzkräfte treffen im Einsatz häufig auf Verletzte. Außerdem berechtigt diese Qualifikation, als Helfer vor Ort eingesetzt zu werden. Andreas Gall dankte den ehrenamtlichen Ausbildern und den Teilnehmern für das Opfern ihrer Freizeit. „Die Feuerwehr und das Bayerische Rote Kreuz sind keine Konkurrenz – sondern ergänzen sich“, betonte er.

Er freute sich über zahlreiche Neuaufnahmen beim BRK aus dem Kreis der Teilnehmer und appellierte an die Anwesenden, ihre Kompetenz bei Einsätzen der Feuerwehr und beim BRK einzubringen. Wichtig sei, bei ersten Einsätzen als Mitfahrer in den Rettungsfahrzeugen Erfahrungen zu sammeln.

Eslarn braucht Sanitäter!

„Bevor Notarzt und Rettungswagen eintreffen, können HvO-Kräfte lebensrettende Maßnahmen ergreifen“, unterstreicht Stefan Hammerl die Wichtigkeit von HvO-Einsätzen. Leider sei der Kreis der Aktiven in Eslarn derzeit auf ihn und Laura Roth begrenzt. Deshalb erhofft er sich, dass sich durch den Kurs wieder mehr freiwillige Helfer finden. Seine Hoffnung: Das HvO-Rettungsfahrzeug mittelfristig durch ein neues zu ersetzen und die Einsatzbereitschaft auf mehrere Schultern zu verteilen. „Das Fahrzeug kann dann jeweils beim eingeteilten Helfer stehen und so auch für die Öffentlichkeit erkennbar sein“, erklärt er seine Pläne. Außerdem wünscht er sich einen Defibrillator im Einsatzfahrzeug der Eslarner Feuerwehr.

Bürgermeister Reiner Gäbl war begeistert vom hervorragenden Prüfungsergebnis der Teilnehmer und dankte den Unterweisern und den Teilnehmern gleichermaßen für ihren ehrenamtlichen Einsatz und die Bereitschaft, Freizeit zu opfern. Er selbst konnte aus eigener Erfahrung berichten, wie hilfreich und teilweise lebensrettend die Helfer vor Ort ihre Arbeit meistern.

Er wünsche sich auch eine aktive Gruppe vor Ort und sagte die uneingeschränkte Unterstützung der Marktgemeinde zu. Als kleines Dankeschön vom Markt Eslarn gab es ein schmackhaftes Abendessen im „Gasthof Böhmerwald“.

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