Polizeitipps: Wie schütze ich mich vor Einbrechern?

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Nordoberpfalz. Die Tage werden kürzer und die eher einsetzende Dunkelheit bietet Einbrechern Schutz. Die Oberpfälzer Polizei verstärkt deshalb wieder ihre Maßnahmen und gibt Tipps zum einfachen Schutz vor Einbrechern und Einschleichdiebstahl.

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Einbrecher kundschaften ihre Ziele vorher meist aus. Auf welche Hinweise sie achten. Symbolbild: Polizei Oberpfalz.

Wohnungseinbruchdiebstahl ist ein Verbrechen, das mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr geahndet wird. Diese im Jahr 2017 vom Bundestag verabschiedete Novelle dürfte sich zwischenzeitlich herumgesprochen haben, wie die Oberpfälzer Polizei mitteilt. Verzeichnete die Polizei Oberpfalz im Jahr 2016 noch 630 Wohnungseinbrüche, waren es im Jahr 2019 lediglich 257 Taten. Darüber seien die Hälfte dieser Taten (49 Prozent) wegen verschiedener Ursachen, beispielsweise durch verbesserte Sicherungsmaßnahmen, Versuche geblieben. „Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, ist in der Oberpfalz damit besonders gering“, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums mit.

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Einbrecher kundschaften Ziele aus

Nach Erfahrungen der Polizei sind für potentielle Wohnungseinbrecher vor allem Fenster und Türen interessant, die dunkel oder abgewandt liegen, um sie aufzubrechen. Oft würden sich Einbrecher bevorzugt über Gärten oder Terrasse nähern – in der Regel vor allem, wenn niemand zu Hause ist.

Meistens spionieren die Täter Haus und Wohnungen vorher aus, kundschaften die Umgebung aus oder finden mit Kontrollanrufen oder Sturmklingeln kurz vor dem Einbruch heraus, ob jemand zu Hause ist. „Vereinzelt kommt es auch zu einer persönlichen Kontaktaufnahme mit den späteren Opfern“, erklärt der Polizeisprecher. Die Täter klingeln unter einem Vorwand an der Tür, zum Beispiel um zu betteln oder um ein Glas Wasser zu bitten. Nur um zu sehen, ob ein ungestörter Einbruch möglich ist.

Abgesehen vom materiellen Schaden sind die psychischen Folgen für die Opfer oftmals verheerend, weshalb die Polizei dieses Phänomen mit Nachdruck bekämpft und den Geschädigten nach der Tat auch entsprechende Hilfs- und Betreuungsangebote unterbreitet.

Kriminalpolizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

  • Sorgen Sie für Helligkeit im Umfeld ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung, zum Beispiel: Bewegungsmelder installieren
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit immer verschließen. Vorsicht: „Gekippte Fenster sind offene Fenster!“
  • Rollläden nur zur Nachtzeit schließen, sie signalisieren tagsüber oft Abwesenheit. Die Polizei rät zu Zeitschaltuhren oder Hilfe von Nachbarn/Angehörigen
  • Bei längerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden z.B. überquellender Briefkasten, entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter, zugezogene Gardinen etc
  • Geben Sie auf Social-Media-Plattformen oder sonst im Internet keine Hinweise auf Abwesenheit, zum Beispiel Urlaub
  • Bewusst auf verdächtige Personen und Fahrzeuge im Umfeld achten; evtl. auch Kfz-Kennzeichen, Marke und Fahrzeugtyp sowie Beschreibungen zu Personen notieren
  • Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch fast immer gibt es Nachbarn, die einander helfen können. Nach den Erkenntnissen der Polizei trägt die Nachbarschaftshilfe entscheidend zur Verhinderung von Einbrüchen bei
  • Sollten Sie Zeuge eines Einbruches werden, verständigen Sie sofort über die polizeiliche Notrufnummer: 110 die Polizei
  • Generell gilt: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig anrufen!

Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen

Die Kriminalpolizeiinspektionen Regensburg, Amberg und Weiden haben speziell ausgebildete Fachberater, die unter anderem zum Thema Einbruchschutz beraten. Die Beamten kommen auf Wunsch auch vor Ort und geben kostenlos Tipps, um die Sicherheit in seinem Haus bzw. seiner Wohnung zu verbessern. Zudem geben sie Informationen zu Fördermöglichkeiten, wie beispielsweise über Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau bei Maßnahmen zum Einbruchschutz

Kriminalpolizeiinspektion Amberg

Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle
Kümmersbrucker Straße 1a, 92224 Amberg
Telefon: 09621/890-0, Durchwahl: 09621/890-275,
Telefax: 09621/890-299

Örtlicher Zuständigkeitsbereich: Stadt/Lkr. Amberg, Amberg-Sulzbach, Schwandorf

Kriminalpolizeiinspektion Regensburg

Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle
Minoritenweg 1, 93047 Regensburg
Telefon: 0941/506-0, Durchwahl: 0941/506-2775 oder -2776
Telefax: 0941/506-2540

Örtlicher Zuständigkeitsbereich: Stadt/Lkr. Regensburg, Cham, Neumarkt

Kriminalpolizeiinspektion Weiden

Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle
Regensburger Straße 52, 92637 Weiden
Telefon: 0961/401-0, Durchwahl: 0961/401-258
Telefax: 0961/401-259

Örtlicher Zuständigkeitsbereich: Stadt/Lkr. Weiden, Tirschenreuth, Neustadt

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