Amokverdacht gegen 13-Jährigen: Als Ziel die Schule genannt

Weiden/Vohenstrauß. Schule und Sprengstoff: Bei diesen Reizwörtern steht die Polizei ganz schnell vor der Tür. Ein 13-Jähriger löste damit am Montag eine größere Durchsuchungsaktion aus.

Das Foto zeigt aufgeschnittene Rollen von Gesteinssprengstoff. Symbolbild: David Domjahn

Die Polizei hat am Mittwoch begründet, warum mit einem solch erheblichem Aufwand die drei Wohnobjekte durchsucht worden waren. So hatte laut Polizeisprecher Claus Feldmeier einer der beiden 13-Jährigen in sozialen Netzwerken ein konkretes Ziel genannt. Feldmeier spricht von einem „Ort, bei dem eine Vielzahl von Menschenleben in Gefahr gewesen wären“. Nach Informationen von OberpfalzECHO handelt es sich um eine Schule in Weiden.

Der 13-Jährige und ein Kumpel, ebenfalls 13, befinden sich seit Montag in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Gewahrsam. Sie sind strafunmündig. Laut Feldmeier spielt der zweite Jugendliche nach ersten Erkenntnissen eine sehr untergeordnete Rolle.

Sprengstoff im Haushalt

Die Durchsuchung erfolgte durch die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben aus Regensburg. Die KPI-Z ist eigentlich zuständig für organisierte Kriminalität in der Oberpfalz. Der Schüler (13) war in das Visier der Ermittler gerückt, weil er in sozialen Netzwerken über Amok-Pläne schrieb. Die Polizei handelte auch deshalb schnell, weil es einen Hinweis auf verfügbaren Sprengstoff gab.

In einem der drei Haushalte wurde dann tatsächlich Sprengstoff gefunden. Dieser gehört einem Angehörigen, der diesen beruflich braucht, aber zuhause nicht hätte lagern dürfen. Gegen ihn wird wegen sprengstoffrechtlicher Verstöße ermittelt. Die Technische Sondergruppe des Landeskriminalamtes sprengte die gefundenen Explosionsmittel vor Ort im Landkreis Neustadt/WN.

Riesiges Medienecho

Die Ermittlungen stehen noch am Anfang, so Polizeisprecher Feldmeier. Noch ist nicht klar, wie ernsthaft die Amokpläne waren. Das Medienecho ist dennoch riesig. Am Mittwoch rollten Fernsehteams durch den Ort.

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