Bayerischer Behindertenbeauftragter zu Gast im Landratsamt

Tirschenreuth. Bei einem ganztägigen Besuch des bayerischen Behindertenbeauftragten war Inklusion an Schulen eines der Hauptthemen.

Viel Diskussionsbedarf: Der Bayerische Behindertenbeauftragte Holger Kiesel (links) und sein Mitarbeiter Dr. Sebastian Thoma (Mitte) im Gespräch mit Landrat Roland Grillmeier. Bild: Landratsamt Tirschenreuth

Der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Holger Kiesel besuchte vor einigen Tagen gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Dr. Sebastian Thoma die Modellregion für Inklusion in Tirschenreuth. Der Schulamtsbezirk und der Landkreis sind seit März 2020 eine von sieben inklusiven Modellregionen in Bayern. Nun wurden erste Ergebnisse präsentiert.

Unterrichtsbesuch und Lehrergespräche

Neben einem Unterrichtsbesuch einer vierten Klasse an der Grundschule Tirschenreuth und einigen Lehrergesprächen stand auch eine Diskussion im Landratsamt Tirschenreuth auf dem Programm. Hier nahmen neben Schulamtsdirektorin Martina Puff und Christina Ponader vom Netzwerk Inklusion, auch Lehrkräfte verschiedener Schulen, einige Behindertenbeauftragte, sowie Landrat Roland Grillmeier teil.

Diskussion um Inklusionsthemen

Bei der fast dreistündigen Diskussion ist unter anderem das Netzwerk Inklusion vorgestellt worden. Weitere Themenfelder waren:

  • Förderung von hauptamtlichen Netzwerk- und Inklusionsstellen in Bayern
  • Vorstellung der Vernetzung von Schule und außerschulischen Angeboten in der Modellregion
  • Geflüchtete Menschen mit Behinderung in der Werkstätte
  • Inklusive politische Bildung in Bayern
  • Mobilität im Flächenlandkreis
  • Kinder und Jugendliche mit Mehrfachdiagnosen
  • Barrierefreiheit muss die gleiche Bedeutung bekommen wie der Brandschutz

Landrat Roland Grillmeier freute sich, mit dem bayerischen Behindertenbeauftragten einen wichtigen Akteur im Sinne der Inklusion und der Interessen der Behinderten begrüßen zu können.

„Es gibt noch genügend zu tun“

„Der Landkreis steht für diese Themen. Als einer der ersten Landkreise in Bayern haben wir vor über 10 Jahren schon mit Projekten begonnen und ein Netzwerk Inklusion gegründet. Dieses hat enorm zu einer positiven Entwicklung beigetragen. Wir sind stolz auf das Erreichte, aber es gibt noch genügend zu tun und Inklusion ist nie vollumfänglich erfüllt. Sie braucht immer neue Impulse. Umso mehr freue ich mich, dass man heute wichtige Themen einbringen kann“, so Grillmeier.

Als Geschenk überreichte der Landrat das neue Landkreisbuch, in dem das Thema Inklusion eine eigene Rubrik einnimmt und damit ausdrückt, wie wichtig das Thema ist.

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