Erdkabel an die Autobahn oder den Ostbayernring

Georgenberg. „Die neue Süd-Ost-Link Gleichstromtrasse wird zu 100 Prozent als Erdkabel verlegt, dies ist ein großer Erfolg“. So bewertet Landrat Andreas Meier den Bau der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Dennoch stellt die CSU-Kreistagsfraktion Forderungen zum Verlauf der Trasse.

Von Gerald Morgenstern

Bei der Fraktionssitzung in Neuenhammer stand das Thema auf der Tagesordnung. Die Ertüchtigung des Ostbayernrings (Wechselstrom) und der Süd-Ost-Link der HGÜ werden nach den derzeitigen Plänen die Region berühren. Durch den Netzbetreiber Tennet wurden auf Initiative von den Abgeordneten Albert Rupprecht und Tobias Reiß in verschiedenen Veranstaltungen Alternativen von Routenkorridoren vorgestellt. Landrat Andreas Meier, der die Erdverkabelung der HGÜ als großen Erfolg wertet, will durch eine Stellungnahme auch den Landkreis positionieren. Einhellig sprachen sich Landrat und CSU-Kreisräte für eine Bündelung der HGÜ entlang bestehender Infrastruktur an den beiden Autobahnen aus, sowohl die A 93 wie auch die A 9 sollen intensiv geprüft werden.

Nur, wenn diese beiden Varianten nach einer Prüfung plausibel ausscheiden, favorisieren wir eine Trassenführung auf dem neuen Ostbayernring,

erklärt Fraktionsvorsitzender Stephan Oetzinger.

Verlauf im Schutzstreifen des Ostbayernrings

Auf dem Korridor der Freiluftrasse für Wechselstrom im Ostbayernring besteht ein zirka 70 Meter breiter Schutzstreifen. Geht es nach dem Willen der CSU-Kreistagsfraktion, soll innerhalb dieses Streifens der 15 Meter breite Korridor für die HGÜ-Trasse erdverkabelt werden. Dadurch würde die Zahl der betroffenen Grundstückseigentümer minimiert und zudem das Schlagen weiterer Schneisen durch Wälder verhindert. Keine neuen Korridore auszuweisen käme auch den Landwirtschaft zugute. Kreisrat und Obmann des Bauernverbandes Josef Fütterer führte die Bedenken seines Berufsverbandes an. Auch müsse eine Debatte über neue und wiederkehrende Entschädigungsleistung generell in die Verhandlungen mit einfließen.

CSU-Stromtrasse
Im Schutzstreifen des neuen Ostbayernrings soll auch die Trasse für die Erdverkabelung der HGÜ-Leitung Platz finden. Für die CSU-Kreistagsfraktion wäre dies eine Alternative wenn eine Trassenführung entlang der Autobahnen ausscheidet. Bild: G. Morgenstern

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