Demokratie ist ein schützenswertes Gut

Weiden. Stadtjugendpfleger Ewald Zenger eröffnete am Freitag gemeinsam mit Oberbürgermeister Jens Meyer die „Lange Nacht der Demokratie“ im Stadtlabor DENK:max.

Ewald Zenger eröffnete. Foto: Helmut Kunz
Ewald Zenger eröffnete. Foto: Helmut Kunz
Startschuss für zahlreiche spannende Themen. Foto: Helmut Kunz
Startschuss für zahlreiche spannende Themen. Foto: Helmut Kunz
Foto: Helmut Kunz

„Manchmal ärgert sie uns, wegen oft der nicht nachvollziehbaren Gesetzgebungen und Entscheidungen. Trotzdem müssen wir mit ihr behutsam umgehen“, Stadtjugendpfleger Ewald Zenger meinte damit die Demokratie, die es Demokraten erlaube, auch Streitgespräche zu führen. „Wir brauchen nur den Blick ins Ausland zu richten.” Dort gebe es genügend gegenteilige Beispiele.

Musik, Gespräche und Kultur

Oberbürgermeister Jens Meyer und der Neustädter Landrat Andreas Meier waren die beiden Schirmherren der abendlichen Veranstaltung in Weiden und im Landkreis. Kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit hatten die Stadt Weiden, der Landkreis Neustadt, die Volkshochschule Weiden-Neustadt und das Weidener Jugendzentrum das Projekt des Wertebündnisses Bayern mit vielen Aktionen umgesetzt. Die lange Nacht fand in vielfältigsten Formaten in zahlreichen Kommunen der Region statt. Hintergrund war: Sich mit Musik, Gesprächsrunden und Kultur den Wert der Demokratie bewusst zu machen.

Ukraine war ein großes Thema

Zu Beginn erzählten geladene Gäste Geschichten über persönliche Erlebnisse und Erfahrungen zum Thema Ukraine. Dabei wurde deutlich, dass der Krieg gegen die Ukraine und die Unterstützung aus der Region viele neue Beziehungen zwischen Oberpfälzern und Ukrainern geschaffen hatte. In vielen Familien gab es aber früher schon Verbindungen. 90 Minuten lang plauderten Betroffene über ihre Erfahrungen. Moderiert wurde das Erzählcafe von Tanja Fichtner.

Appell vom Oberbürgermeister

Dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei, machte der Weidener Rathauschef deutlich. „Die Demokratie ist ein wertvolles Gut, das immer wieder aufs Neue erarbeitet werden muss“, sagte er. Man dürfe nicht aufhören, für Toleranz, Werte und Verständnis zu kämpfen und müsse mahnend den Finger heben.

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