Die Bagger rollen: Die Erschließung des Baugebiets Kulmblick hat begonnen 

Neustadt/Kulm. Während die Marktplatzsanierung ins Stocken geraten ist, rollen seit einigen Tagen an einem anderen Ort im Stadtgebiet die Baumaschinen: In Mockersdorf entstehen in den nächsten Monaten 27 neue Bauplätze. Die Ausweisung eines neuen Baugebietes in Neustadt am Kulm ist fast schon historisch: Letztmals wurde in der Stadt vor 36 Jahren mit der „Grünlohe“ ein zusammenhängendes Gebiet für Ein- und Zweifamilienhäuser bereitgestellt. Ab Herbst können dann die ersten Grundstücke bebaut werden. Ferner wird wohl in den nächsten Wochen auch der Startschuss für das Infozentrum „Kulmhaus“ fallen.

Von Udo Fürst

Baugebiet Kulmblick
27 Bauplätze zum „konkurrenzlos günstigen“ Preis von 31 Euro pro Quadratmeter entstehen im neuen Baugebiet Kulmblick in Mockersdorf. Ab Herbst kann hier gebaut werden. Laut Bürgermeister Wolfgang Haberberger gibt es bereits acht Interessenten. Foto: Udo Fürst

Konkurrenzlos günstig ist auch der Quadratmeterpreis im Baugebiet Kulmblick: 31 Euro inklusive Erschließung. „Damit liegen wir deutlich unter den meisten anderen Kommunen in der Region“, sagt Bürgermeister Wolfgang Haberberger. Lediglich die Herstellungsbeiträge für Wasser und Abwasser in Höhe von circa sieben bis zehn Euro – abhängig von der Gebäudegröße – müssten noch hinzugerechnet werden. Der Stadtrat will mit dem günstigen Angebot einerseits junge einheimische Familien, aber auch auswärtige Interessenten gewinnen. Angesichts des steten Bevölkerungsrückgangs der vergangenen Jahre auf gerade mal noch knapp über 1100 Einwohner ist das sicher nicht die schlechteste Idee.

Die 27 Parzellen sind zwischen 758 und 970 Quadratmeter groß, wenige Grundstücke sind etwas größer als 1000 Quadratmeter. Das Baugebiet auf bisher landwirtschaftlich genutztem Grund umfasst insgesamt 3,16 Hektar. Angeordnet sind die Flächen um einen Nordhang, das Gebiet ist zwischen 464 und 486 Meter hoch. Die Verkehrserschließung führt über die nördlich angrenzende Dorfstraße. Weitere Vorzüge des neuen Baugebietes seien die gute DSL-Versorgung und die herrliche Lage mit Blick auf den Rauhen und den Kleinen Kulm, sagt der Bürgermeister.

Schon acht Interessenten

Dass dies auch potenzielle Bauherren so sähen, zeige sich daran, dass es bereits acht ernsthafte Interessenten für einen Bauplatz gebe. Der Käufer muss ab dem 1. Mai 2018 innerhalb von fünf Jahren mindestens den Rohbau fertiggestellt haben; dies gilt für einen Kauf vor dem diesem Datum. Häuslebauer, die ein Grundstück nach dem 1. Mai nächsten Jahres erwerben, müssen ab dem Kaufvertragsdatum innerhalb von fünf Jahren gebaut haben. Wird nicht in diesen Fristen gebaut, werde das Grundstück wieder an die Stadt rückübertragen, erklärt Haberberger. Ein Weiterverkauf sei nicht möglich. Nach dem Motto „der Name ist Programm und Werbung gleichzeitig“ beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung, für die 27 Häuser im neuen Baugebiet die Namen „Kulmblick 1- 27“ zu vergeben.

Kulmhaus-Bau beginnt demnächst

Auch der Bau das Kulmhauses am Fuß des Rauhen Kulm, des Neustädter Hausberges, wird wohl in den nächsten Wochen beginnen. Nachdem die Statikprüfung abgeschlossen ist und auch die Pläne längst fertig sind, kann das 750.000-Euro-Projekt bald starten. Das Infozentrum wird mit stolzen 536.000 Euro bezuschusst, soll ein kleines gastronomisches Angebot beinhalten und diverse Ausstellungen rund um den Rauhen Kulm und die Region beherbergen. Laut Bürgermeister Wolfgang Haberberger könne von dem Projekt die ganze Region profitieren. Für den Tourismus im Oberpfälzer Wald könne es sogar zu einer Art Leuchtturmprojekt werden. Mit involviert ist auch der Geopark Bayern Böhmen, der im „Kulmhaus“ Ausstellungen und Informationen rund um den Geopark anbieten wird.

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