Die Gelbe Hand als Alternative zum Mittelfinger
Die Gelbe Hand als Alternative zum Mittelfinger
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft zur Teilnahme auf. “Ob auf der Baustelle, in der Gebäudereinigung oder im Blumengeschäft – Menschen unterschiedlicher Herkunft kommen kaum irgendwo so nah zusammen wie am Arbeitsplatz”, sagt Manfred Götz, stellvertretender Bezirksvorsitzender der IG BAU Oberpfalz.
Rote Karte beziehungsweise Gelbe Hand für Hetzer und Spalter
Allerdings beobachtet der Gewerkschafter mit Sorge, dass Populisten und rechte Stimmungsmacher versuchten, die Belegschaften zu spalten. “Es ist genauso falsch wie absurd, Menschen anderer Nationalität oder Hautfarbe für die Inflation oder die Krisenpolitik verantwortlich zu machen. Hetze und Diskriminierung haben im Betrieb nichts verloren. Das, was die Rote Karte im Fußball ist, ist die Gelbe Hand im Betrieb”, so Götz.
Die IG BAU setzt sich seit langem für ein solidarisches Miteinander am Arbeitsplatz ein. So hat die Gewerkschaft gerade erst die Initiative “19. Februar Hanau” mit dem Georg-Leber-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Er würdigt das Engagement der Organisation bei der Aufarbeitung des rechten Terroranschlags im vorletzten Jahr, dem neun Menschen mit Migrationshintergrund zum Opfer fielen.
Die Gelbe Hand
Die Auszeichnung wird jährlich an Initiativen von Auszubildenden und Berufsschülern vergeben, die sich mit einem besonderen Projekt um die Vielfalt im Beruf verdient gemacht haben. Der Preis wird vom gewerkschaftlichen Verein “Mach meinen Kumpel nicht an!” ausgelobt.
Die Preisgelder liegen bei 1.000 Euro für den ersten, 500 Euro für den zweiten und 300 Euro für den dritten Platz. Außerdem gibt es einen Sonderpreis der DGB-Jugend Bayern, der mit 500 Euro dotiert ist.
Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 16. Januar. Alle Infos gibt es hier.


