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Ecstasy im Champagner: Polizei warnt

Weiden. Nach den tragischen Vorfällen in einem Weidener Restaurant Anfang Februar veröffentlicht die Polizei jetzt weitere Erkenntnisse. Der Restaurantbetreiber wird nicht verdächtigt.

Ecstasy im Champagner: Polizei warnt

Die Polizei ermittelt am Tatort kurz nach den Geschehnissen. Jetzt gaben die Beamten weitere Erkenntnisse bekannt. Foto: News5/Bauernfeind

Vor gut einer Woche sorgte der Fall in Weiden und ganz Deutschland für Aufsehen. Nach einem Lokalbesuch in der Weidener Innenstadt mussten mehrere Personen in Kliniken eingeliefert werden. Ein Mann starb. Wie sich schon kurze Zeit später herausstellte, hatten die acht Gäste vergifteten Champagner getrunken.

Laut Untersuchungen eines Labors befand sich in der betroffenen Champagnerflasche kein Perlwein, sondern die chemische Substanz MDMA, die oftmals auch als Ecstasy bezeichnet wird. Die Flüssigkeit in der Flasche hatte eine rötlich/ braune Farbe, die bereits nach kurzer Zeit nachdunkelte. Der Inhalt der Champagnerflasche hatte keinen auffälligen chemischen, sondern einen aromatisch-fruchtigen Geruch, allerdings war dieser nicht „champagnerartig“. Die Flüssigkeit enthielt keine Kohlensäure und perlte auch nicht, wie für Champagner üblich.

Vorsicht beim Kauf von Champagner im Internet

Wie die Polizei jetzt mitteilte, hatte der Restaurantbesitzer den Champagner bereits einige Zeit vor besagtem Abend über eine Online-Plattform bestellt. Die Polizei warnt vor dem Konsum von Getränken, deren Herkunft wegen eines nicht nachvollziehbaren Vertriebsweges unklar ist. “Insbesondere bei Privatkäufen im Internet wird zur Achtsamkeit geraten”, warnt Polizeisprecherin Andrea Meier.

Weiter erklärt die Polizei, dass die Personen aus Weiden nicht verdächtig sind, sich strafbar gemacht zu haben. “Derzeit ist vielmehr anzunehmen, dass die Flasche im guten Glauben an ein Originalprodukt im Internet erworben und anschließend ausgeschenkt wurde”, so die Sprecherin.

Ermittlungen dauern an

Die intensiven und umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Weiden, die in enger Absprache und Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Weiden sowie dem Zollfahndungsamt München mit Dienstsitz in Weiden, geführt werden, dauern an. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen bezieht sich nun auf die Feststellung von etwaigen Verantwortlichen bezüglich einer späteren Manipulation der Flasche nach deren Produktion und Vertrieb.

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