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Ehrung für Feldgeschworene in Neustadt

Neustadt/WN. Landrat Andreas Meier und der Leitende Vermessungsdirektor Hermann Prölß haben langjährige Feldgeschworene für ihr Engagement ausgezeichnet. Die Geehrten haben zwischen 25 und 50 Jahren im ältesten Ehrenamt Bayerns gedient, welches seit dem 13. Jahrhundert besteht und wichtige Schlichtungsfunktionen erfüllt.

Ehrung für Feldgeschworene in Neustadt

Landrat Andreas Meier (2.v.L.) und Leitender Vermessungsdirektor Hermann Prölß (rechts) zeichneten langjährige Feldgeschworene aus. Thomas Gmelch und Josef Kiesl wurden für 25 Jahre, Wilhelm Frank für 40 Jahre und Josef Franz sogar für 50 Jahre gewürdigt (1.Reihe stehend von links). Foto: Landratsamt Neustadt/WN / Marcel Weidner

Langjährige Feldgeschworene, die Ehrengarde alter Traditionen und modernster Vermessungstechnologien, wurden in einer feierlichen Zeremonie im Weißen Rößl in Neustadt/WN am 4. Juli geehrt. Landrat Andreas Meier und der Leitende Vermessungsdirektor Hermann Prölß, zuständig für das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Weiden, zollten den Verdienten Anerkennung für ihr jahrzehntelanges Engagement. Das Treffen wurde auch von den Ehefrauen der Geehrten, den Bürgermeistern ihrer Heimatgemeinden sowie Karlheinz Budnik, dem Kreisverbandsvorschitzenden des Bayerischen Gemeindetages, besucht.

Eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft

Das Amt des Feldgeschworenen, das älteste noch bestehende Ehrenamt Bayerns, wurzelt bereits im 13. Jahrhundert. Trotz fortschreitender Digitalisierung und hochmoderner Messtechnik bleibt die Rolle der Feldgeschworenen, die direkt an der Basis agieren, unersetzlich. Im Mittelpunkt ihrer Aufgabe steht die Schlichtung bei Unklarheiten oder Streitfragen bezüglich Grundstücksgrenzen. Sie fungieren als Bindeglied zwischen den Bürgern und den Vermessungsbehörden, wodurch sie eine bedeutende gesellschaftliche Funktion ausüben.

“Ihre Dienste sind absolut wertvoll. Sie tragen maßgeblich zum Frieden in der Gesellschaft bei”, betonte Landrat Meier. Er unterstrich die Bedeutung dieser Ehrenamtlichen, die trotz der Gefahr von Konflikten und jahrzehntelangen Nachbarschaftsstreits den gesellschaftlichen Frieden sichern. Ergänzend dazu hob der Leitende Vermessungsdirektor Prölß die historische Bedeutung und den anhaltend hohen Stellenwert der Feldgeschworenen – pejorativ als “Siebener” bekannt – hervor. “Bei aller Hightech, Sie sind es, die die Vermessungen vor Ort mit durchführen und organisieren”, schloss Prölß.

Dank und Anerkennung für jahrzehntelangen Einsatz

Bürgermeister Markus Ziegler, stellvertretend für die Heimatgemeinden, schloss sich den Gratulationen an und wünschte den Geehrten weiterhin viel Gesundheit und Freude an ihrer verantwortungsvollen Aufgabe. Im Rahmen der Veranstaltung verliehen Landrat Meier und Prölß persönlich von Staatsminister Albert Füracker unterschriebene Ehrenurkunden sowie kleine Anerkennungsgeschenke. Der feierliche Akt mündete in eine gemeinsame Brotzeit, die den offiziellen Teil der Ehrung abrundete.

Die Auszeichnung für langjähriges Engagement erhielten:

  • für 25-jähriges Jubiläum: Thomas Gmelch aus Speinshart (Tremmersdorf) und Josef Kiesl aus Vohenstrauß (Waldau)
  • für 40-jähriges Jubiläum: Wilhelm Frank aus Kirchendemenreuth
  • für 50-jähriges Jubiläum: Josef Franz aus Püchersreuth
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