Gebete zum heiligen Sebastian

Grafenwöhr. Schon vor fast 300 Jahren gab es in der Stadt Grafenwöhr eine Seuche, an der zahlreiche Menschen gestorben sind. Damals gab es keinen eindeutigen Namen dafür und keine Impfungen, aber "St. Sebastian".

Auch heuer wurde der Gelübdefeiertag begangen. Bild: Renate Gradl
Schon vor fast 300 Jahren gab es in der Stadt Grafenwöhr eine Seuche. Bild: Renate Gradl

Überlieferungen zufolge handelte es sich in den Jahren 1729 und 1730 um eine „ansteckende hitzige Krankheit“. Ähnlichkeiten mit dem Virus „Corona“, das seit rund einem Jahr grassiert und eine Pandemie auslöste, ist „eine erste Welle“, die es im Frühjahr 1729 gab. Weitere Wellen waren im Herbst sowie im Frühjahr 1730. Auch damals suchte man nach Möglichkeiten, diese Krankheit zu besiegen.

Die Grafenwöhrer erinnerten sich damals an den Pestheiligen „St. Sebastian“, der im Dreißigjährigen Krieg verehrt wurde. Da Sebastian am 20. Januar Namenstag hat, versprachen die Grafenwöhrer, immer am 20. Januar einen Ortsfeiertag zu halten, um an diesem Tag zu beten.

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