Gemeinsam gegen Gewalt

Amberg. Beim alljährlichen Jahrestreffen von Polizei und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) stand die gelungene Kooperation im Bereich häuslicher Gewalt im Mittelpunkt.

Jahrestreffen der Polizei und SkF
Vertreterinnen und Vertreter von Polizei und SkF freuen sich über die künftige Zusammenarbeit mit der neu eingerichteten Interventionsstelle Amberg beim SkF: (von links) Sabine Kreiner, Christine Bernard-Gunesch, Ulrike Pfleger, Marianne Gutwein, Diana Schön, Tanja Ott, Andreas Müller, Marianne Kargl, Birgit Fröhlich

Die bisherige und weitere Kooperation im Bereich häuslicher Gewalt stand hierbei im Mittelpunkt des Treffens. Seit diesem August gibt es die Interventionstelle für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen des SkF. Schon seit 2012 gibt es einen Kooperationsvertrag zur Bekämpfung häuslicher Gewalt. Die Interventionsstelle soll vor allem zu einem früheren Ausstieg aus der Gewaltspirale beitragen.

Ziel ist, das bisherige Angebot des SkF-Notrufs unter der Rufnummer 09621/22200 durch das proaktive Beratungsangebot der Interventionsstelle so auszuweiten, dass auch die Frauen erreicht werden, die es nicht schaffen, sich selbst Hilfe zu organisieren.

Was ist Proaktive Beratung?

Proaktive Beratung bedeutet, dass die Interventionsstelle die Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind und bei denen die Polizei schon einmal eingreifen musste, kontaktiert und berät. Das geschieht natürlich mit Einverständnis der Betroffenen. Hierbei dient das Eckpunktepapier zur Konzeption von Interventionsstellen der Freien Wohlfahrtspflege Bayern als Vorbild für die Zusammenarbeit zwischen dem Sozialdienst der katholischen Frauen und der Polizei.

Die Finanzierung dieser Hilfe wird durch die Fördermittel des Bayerischen Staatsministeriums im Rahmen des neuen Förderprogramms zur Etablierung eines bedarfsgerechten Netzes von proaktiven Beratungsstellen, sowie durch Zuschüsse der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach, als auch aus Eigenmitteln des SkF sichergestellt.

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