Gerald Morgenstern bringt neue Auflage seines Buches zum Nordgautag heraus

Grafenwöhr. Truppenübungsplatz. Kriegsgefangenenlager. Heimat von Elvis Presley. Das Militärlager hat viele Beschreibungen. Allesamt hat Gerald Morgenstern in seinem Buch erklärt. Extra zum Nordgautag kommt eine neue, überarbeitete Auflage heraus.

Gerald Morgensterns Buch vor zwei Wahrzeichen von Grafenwöhr: Dem Wasserturm und dem ehemaligem Forsthaus. Foto: Gerald Morgenstern

Keine andere Institution hat Grafenwöhr so geprägt wie der Truppenübungsplatz. Von den Anfängen zu Zeiten des Kaiserreichs zu Beginn des 20. Jahrhunderts, über die beiden Weltkriege bis hin zur Besatzung, die zur Freundschaft wurde, durch die US-Armee, war das Schicksal der Stadt stets mit dem Militärgelände verbunden.

Die Geschichte hat Gerald Morgenstern schon 2010 erstmals in seinem Buch „Truppenübungsplatz Grafenwöhr, Gestern-Heute“ zusammengefasst. Er war von 1990 bis 2011 bei der Bundeswehr-Kommandantur auf dem Truppenübungsplatz stationiert. Seitdem führte er Hunderte begleitete Touren über das Militärgelände durch. Unter anderem war er für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Ich habe mich schon immer für den Truppenübungsplatz interessiert und wollte die Geschichte erzählen“, sagt Morgenstern.

Seit seiner Stationierung auf dem Truppenübungsplatz führte Morgenstern hunderte Besichtigungen des Militärgeländes. Foto: US-Army

Nun 14 Jahre später hat er das Buch überarbeitet und ergänzt. Rechtzeitig zum Großereignis „Nordgautag“ in der Stadt erschien es in einer ganz neuen Auflage.

286 Seiten, über 800 Bilder

Auf 286 Seiten und mit über 800 Bildern erzählt Morgenstern historische Fakten und Anekdoten über die Stadt, das Umland und natürlich den Übungsplatz. So offenbart er den tragischen Start mit dem ersten Artillerie-Schuss am 30. Juni 1910 durch Kanonier Michael Kugler, der sein Ziel um ganze 800 Meter verfehlte.

Während des Ersten Weltkriegs diente das Militärgelände auch als Kriegsgefangenenlager. Die Inhaftierten errichteten eine große Statue als Denkmal, das im Juni 1928 nach Sarrebourg in Frankreich transportiert wurde.

Seit dem alliierten Sieg im Zweiten Weltkrieg nutzt die US-Armee den Truppenübungsplatz. Das Buch beschäftigt sich zu großen Teilen mit der modernen Militärübung, der deutsch-amerikanischen Freundschaft, aber auch mit der einzigartigen Natur und der zivilen Nutzung.

Das Buch von Gerald Morgenstern beschäftigt sich mit der heutigen Nutzung des Truppenübungsplatzes. Foto: US-Army

Neue Inhalte

Für die aktuellste Auflage hat Autor Morgenstern neue Inhalte hinzugefügt und bestehende Artikel ergänzt. Beispiele sind neue Bilder des Wolfsrudels, ein Kapitel über eine Testanlage für den Westwall während des Zweiten Weltkriegs und eine Vorstellung der neuen US-Grundschule. Überarbeite ist auch eine Vorstellung von Weiden als Garnisonsstadt. Oberbürgermeister Jens Meyer fügte passende Grußworte hinzu. Weitere stemmen von den Bürgermeistern Edgar Knobloch und Hans-Martin Schertl, den Landräten Andreas Meier und Richard Reisinger sowie Nato Oberbefehlshaber Christopher G. Cavoli, Oberst Kevin Poole und Brigadegeneral Steven Carpenter.

Alle Artikel sind zweisprachig auf Deutsch und Englisch. Das Buch ist seit dem 15. Juni im Buchhandel, dem Militärmuseum und an unterschiedlichen Verkaufsstellen in Grafenwöhr oder per Mail bei „morgenstern.gerald@t-online.de” erhältlich. Weitere Infos gibt es auf der Facebook-Seite „Grafenwoehr Training-Area-Book“.

Der reichhaltigen Natur sind mehrere Kapitel des Buches gewidmet. Foto: Andreas Irle

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