Grüne schicken Weidenerin Laura Weber ins Rennen um das Landtagsmandat

Weiden. Sie ist gerade einmal zweieinhalb Jahre aktiv in der Kommunalpolitik und will nächstes Jahr ins Maximilianeum: Die Weidener Stadträtin Laura Weber soll für die Grünen-Kreisverbände Weiden und Neustadt/WN das Landtagsmandat holen.

Blumen für die Kandidaten: Laura Weber, Ali Zant (links) und Harald Neumann; die Listenkandidatin für den Bezirkstag Sonja Reichold wurde wegen Urlaubs in Abwesenheit gewählt. Foto: Gabi Eichl

Laura Weber bekommt 100 Prozent der Stimmen, alle 15 anwesenden Wahlberechtigten stimmten für die 38-jährige Umweltingenieurin als Direktkandidatin des Wahlkreises 308. Direktkandidat für den Bezirkstag ist Ali Zant (50), der ebenfalls für die Grünen im Weidener Stadtrat sitzt. Zant bekam 14 von 15 Stimmen. Einstimmig sind die Ergebnisse der beiden Listenkandidaten. Das sind der Neustädter Kreissprecher Harald Neumann für den Landtag und die Parksteiner Gemeinderätin Sonja Reichold für den Bezirk, die wegen Urlaubs in Abwesenheit gewählt wird.

Energiewende und Chancengleichheit

Laura Weber, 2020 erstmals in den Weidener Stadtrat gewählt, nennt als große Anliegen ihres politischen Engagements ein konsequentes Vorantreiben der Energiewende und Chancengleichheit, vor allem in der Bildungspolitik. In ersterem sieht sie einen deutlichen „Mehrwert für die Region und unseren ländlichen Raum“. Die Energiewende eröffne Möglichkeiten und Chancen und nehme den Zweiflern und Hetzern den Wind aus den Segeln.

Wertvoller Beitrag der Hochschulen

Viel beitragen könnten die bayerischen Hochschulen, vor allem diejenigen für angewandte Wissenschaften in den ländlichen Gegenden wie die OTH Amberg-Weiden, an der Weber als wissenschaftliche Mitarbeiterin ein kleines Forschungsinstitut im Bereich Energieversorgung, neue Kraftstoffe und Energieeffizienz leitet. Die Hochschulen könnten Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen, den Innovationsgeist stärken, dringend benötigte Fachkräfte von morgen ausbilden.

„Wir dürfen kein Kind zurücklassen“

Webers Eintreten für Chancengleichheit und Gleichberechtigung entspringt, wie sie sagt, eigener Erfahrung. Als Frauenbeauftragte der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik ist sie die einzige Frau im Fakultätsrat. Eine Professorin gebe es an ihrer naturwissenschaftlichen Fakultät momentan nicht. Umso wichtiger sei nach wie vor eine gezielte Förderung von Frauen wie auch von Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien oder Schulabbrechern. „Wir dürfen kein Kind zurücklassen“, sagt Weber.

Zahl der Lehrkräfte genau planbar

Sie beklagt angesichts eines immensen Lehrermangels eine Politik, „die die Kinder und jungen Menschen vernachlässigt“. Kaum etwas sei planbarer als eine ausreichende Zahl von Lehrkräften an Grundschulen, eine Zahl, die sich genau berechnen lasse.

Sozialer Ausgleich zwischen Oben und Unten

Einen sozialen Ausgleich zwischen „ganz oben und ganz unten“ hat sich Bezirkstagskandidat Ali Zant auf die Fahnen geschrieben. Als Mitarbeiter in der Jugendfürsorge sei er dauernd mit sozialer Ungerechtigkeit konfrontiert.

Benjamin Sertl, Vorstandsmitglied der Grünen Oberpfalz, erwartet eigenen Worten zufolge einen „dreckigen Wahlkampf“. Inzwischen wisse man, dass die letzte Landtagswahl „von russischen Gruppen“ beeinflusst und explizit grüne Kandidaten über die sozialen Medien angegriffen worden seien.

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