Grundschüler auf Entdeckungstour: Wo kommt das Trinkwasser her?
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Grundschüler auf Entdeckungstour: Wo kommt das Trinkwasser her?
Leuchtenberg. „Wo kommt das Trinkwasser her, wo läuft unser Abwasser hin?” Dieses sehr wichtige Thema behandeln die Leuchtenberger Grundschüler der dritten und vierte Klasse. Mit ihrer Klassenlehrerin Verena Welsch gingen sie der Sache auf den Grund.
Auf Einladung von Bürgermeister Anton Kappl besuchten sie die Wasserversorgungsanlage in Leuchtenberg neben der Burg und die Kläranlage in Michldorf. Der Bürgermeister nahm sich Zeit und war selbst vor Ort. Wasserwart Josef Pausch erklärte den Kindern sehr ausführlich und verständlich, wie die Gemeinde mit Trinkwasser versorgt wird.
48 Jahre lang jeden Samstag baden
Die Kinder waren sehr erstaunt, welch großen Weg das Wasser aus dem Steinwald zurücklegen muss, bis es an Ort und Stelle ist. 120.000 Liter können hier auf einmal gelagert werden, was natürlich für die Kinder unvorstellbar war. Lucas Wittmann rechnete sich aus, dass er “damit jeden Samstag 48 Jahre lang baden könnte“. Sophia Wittmann wollte wissen, ob das Wasser für Michldorf auch aus Leuchtenberg käme. Pausch erklärte, es ist das gleiche Wasser, laufe aber in anderen Leitungen. Er erklärte, dass die alten Hochbehälter als Löschwasserbehälter dienen.
An der Kläranlage wartete Klärwärter Helmut Kellner auf die sehr interessierten Kinder und zeigte den gesamten Weg des Schmutzwassers vom Verlassen der Häuser über Pumpwerke bis zur Kläranlage. Kellner ließ die Kinder in seine „Sammelkiste“ blicken und die staunten nicht schlecht was hier alles in der Kläranlage ankommt wie Besteckteile, Speisereste und Toilettenartikel und vieles mehr. Erstaunt waren die Kinder auch über den schmutzigen Schlamm. Obwohl der auch sehr streng riecht, hatten sich die Grundschüler den Gestank schlimmer vorgestellt.
Krapfen zum Dank für’s Zuhören
Kellner erkläre wie die Bakterien mit Sauerstoff gefüttert werden, damit das Abwasser zersetzt wird. Sebastian Meißner wollte wissen, wo denn das restliche Wasser hinläuft und war überrascht, dass es zu 99 Prozent geklärt in den Bach kommt. Interessant war das Labor der Kläranlage mit der Computerüberwachung und Kellner konnte den „Neugierigen“ alle Fragen zur Zufriedenheit beantworten.
Als Dankeschön versprach der Bürgermeister seinen kleinen Gemeindebürgern nach den Ferien Krapfen, da sie so aufmerksam und interessiert zugehört hatten.




