Taxi-Zentrale Weiden
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Impfdosenverteilung stößt MdL Skutella sauer auf

Weiden. Mehr Impfstoff für die Hotspots an der Grenze - toll. Landtagsabgeordneter Christoph Skutella übt aber harte Kritik: „Kein Plan, Vorgehen nach Gutsherrenart!“. 

Impfdosenverteilung stößt MdL Skutella sauer auf

Landtagsabgeordneter Christoph Skutella FDP
Christoph Skutella will immer ein offenes Ohr für die Bürger haben

Die Bayerische Staatsregierung hat angekündigt, zusätzlich 150.000 Impfdosen für die von Corona besonders betroffenen Grenzregionen nach Tschechien und Österreich zu verteilen. FDP-Landtagsabgeordneter Alexander Muthmann hat der Staatsregierung die Frage gestellt, nach welchen Kriterien das zusätzliche Kontingent auf die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte verteilt wird, welche Vorgaben die Behörden bezüglich der Priorisierung einzuhalten haben und wie sich die Beteiligung von Haus- und Betriebsärzten an dieser Kampagne auswirkt.

Aus Sicht von MdL Christoph Skutella (FDP) erfolgt die Verteilung der angekündigten zusätzlichen Impfdosen ohne jede Strategie: “Es gibt keinen Plan, kein sachliches Kriterium! Verteilt wird nach Gutsherrenart”, kritisiert er. 

Nach offiziellen Zahlen, die dem Abgeordneten vorliegen, habe jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt an der Grenze zu Tschechien mit zwei Lieferungen von Biontech-Impfstoff am 9. und 12. März insgesamt 1.170 Impfdosen bekommen – “ohne jede Rücksicht auf Bevölkerungszahl oder den Grad der Betroffenheit”, wie er mitteilt. „Ich halte es für sehr problematisch, wenn der Staat in dieser Krise nach Beliebigkeit verfährt, statt nachvollziehbare Kriterien aufzustellen“, bemängelt Skutella. 

“Haltet euch an die Impfverordnung” reicht nicht 

Aus der Antwort des Gesundheitsministeriums folgert der FDP-Politiker auch, dass die Staatsregierung die zusätzlichen Impfdosen ohne jegliche Handlungsempfehlung an die Landkreise verteilt habe. Es gebe offensichtlich keine Empfehlungen für Abweichungen von den Priorisierungen, keine Integration von Betrieben, Betriebsärzten oder Hausärzten, um nur einige Beispiele zu nennen. Einzige Vorgabe sei: „Haltet euch an die Impfverordnung!“ 

Unbeantwortet sei auch die Frage nach dem zeitlichen Ablauf der Versorgung in den Hotspot-Gebieten geblieben. „70.000 zusätzliche Impfdosen sind verteilt, kein Wort dazu, wann die restlichen 80.000 kommen. Dieses Gießkannenprinzip hilft den Menschen in den besonders betroffenen Regionen nicht weiter“, ärgert sich Christoph Skutella. 

Bereits am 25. Februar hatte sich Skutella in einem offenen Brief an Gesundheitsminister Holetschek gewandt und um Unterstützung für die Grenzregionen gebeten. Auf seinen dringenden Appell soll er bis dato keine Antwort erhalten haben. 

OTH Amberg-Weiden
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