Inklusion im Landkreis ist gut gestartet und hat auch 2016 viel zu bieten

Tirschenreuth. Auf dem Treffen der Netzwerkpartner zog das Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth Bilanz über das Jahr 2015. Erster Eindruck ist, dass das Thema Inklusion gut im Landkreis aufgenommen wurde und sehr vielfältig auftritt.

Die elf Netzwerkpartner aus den Bereichen Arbeit, Bildung und Freizeit und Projektleitung Christina Ponader sowie der wissenschaftliche Berater Prof.  Markowetz von der LMU München konnten zufrieden sein: seit dem Projektstart im August hat sich viel getan in Sachen Inklusion im Landkreis Tirschenreuth.

Zum Aufbau eines Netzwerks gehört zunächst Information: Neben der gelungenen Auftaktveranstaltung im Oktober stellte die Projektleitung das neue Netzwerk auf vielen Ebenen und in vielen Gremien vor und füllte die Homepage www.inklusion-tirschenreuth.de mit Inhalten zum Nachlesen.

Neue Partner gefunden

Über die bestehenden Netzwerkpartner hinaus zeigten bereits einige andere Organisationen Interesse an der Mitwirkung. In der neugegründeten Abreitsgruppe „Mitwirkung“ bestimmen sechs Menschen mit Behinderungen aus Offener Behindertenarbeit, Selbsthilfegruppe und Werkstatt mit, was im Netzwerk gemacht wird und werfen einen kritischen Blick auf die Veranstaltungen. Die Zusammenarbeit klappt problemlos und bereichert die Arbeit der Projektleitung und der Netzwerkpartner.  

Die AG Mitwirkung bei der Arbeit
Die AG Mitwirkung bei der Arbeit

Erfreulicherweise setzten auch die bestehenden Arbeitsgruppen in Mitterteich mit vielen Ehrenamtlichen aus allen gesellschaftlichen Bereichen ihre Arbeit erfolgreich fort. So konnten in den Bereich Barrierefreies Bauen und Wohnen, Arbeit und Beschäftigung, Schule und Bildung, Freizeit und Öffentliches Leben sowie Leichte Sprache und inklusive ökumenische Gottesdienste Akzente gesetzt werden: mit Begehungen und Information der Bürger über Barrierefreiheit, mit dem Ausbau der Außenarbeitsplätze der WfbM, mit der Fortführung der Kooperation der Kindertageseinrichtungen, der gemeinsamen Bimmelbahnfahrt im Ferienprogramm und der inklusiven Plätzchenbackaktion und der Einrichtung von Seiten in Leichter Sprache auf www.mitterteich.de.  Der Inklusionsbeirat für die VG Mitterteich bekam mit Friedrich Wölfl einen neuen Sprecher. Karl Haberkorn wurde Sprecher des neu gegründeten Inklusionsbeirats für den Landkreis Tirschenreuth.

Schon 2015 viel erreicht

Die Netzwerkpartner haben sich selbst Aufgabenpakete für die nächsten drei Jahre geschnürt. Bereits im vergangenen Jahr konnten sie viele Aktivitäten vorweisen: Kontakte mit Politikern gehörten ebenso dazu wie der Inklusionstag beim SF Kondrau, die Erarbeitung von einem Fragebogen für Kirchengemeinden, Informationsabende und Vorträge zu gesellschaftlichen Veränderungsprozessen wie einer wachsenden Zahl von Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen oder Flucht und Migration, Hundewanderungen und Waldweihnacht, der Erweiterung der Jugendleiterschulung um das Thema Inklusion, die inklusive Kinderferienbetreuung, der inklusive bayerische Theaterabend, der Aufbau einer Arbeitsgruppe für die Stadt Tirschenreuth, Deutschkurse für Asylsuchende und u.a. Inklusion als Querschnittsthema für die kommende Ausbildungsmesse.

Auch 2016 viel geplant

Insgesamt blicken die Netzwerkpartner positiv auf das vergangene Jahr zurück. An vielen Stellen konnten sie mit Aktivitäten für Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gut an Bestehendes anknüpfen und den Blick erweitern.

Auch für 2016 sind eine Vielzahl von inklusiven Veranstaltungen geplant. So wird schon am Samstag im Pfarrzentrum Wiesau der Fasching der Selbsthilfegruppe Behinderte-Nichtbehinderte gefeiert. Nur eine Woche später gibt es einen Discoabend in Mitterteich. Die Ausbildungsmesse in Waldsassen steht auf dem Programm, ein Gebärdensprachkurs für Anfänger und Tanzworkshops wird es geben. Mehr zu den anstehenden Terminen: www.inklusion-tirschenreuth.de

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.