Insolvenz der Ziegler Group: Landräte und Bürgermeister wollen Arbeitsplätze retten

Tirschenreuth. Landrat Roland Grillmeier ist diese Botschaft wichtig: Der Landkreis Tirschenreuth und die Kommunen stehen fest an der Seite der Ziegler-Mitarbeiter. Am vergangenen Samstag fand im Landratsamt ein Abstimmungstreffen statt.

Die Betzenmühle von oben. Foto: Ziegler Group

Grillmeier besprach mit Staatssekretär Tobias Gotthardt (Freie Wähler), Kreisentwickler Anton Kunz sowie den betroffenen Standort-Bürgermeistern die aktuelle Situation der Ziegler Group. Weitere Teilnehmer des Gesprächs waren der Landtagsabgeordnete Tobias Reiß (CSU) sowie der Neustädter Landrat Andreas Meier.

Ziel des Treffens war es laut einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung, dass sich Gemeinden, Landkreis und Staatsregierung zum aktuellen Geschehen austauschen. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Gotthardt: „Alle Ebenen – von der Kommune bis zum Land – behandeln den Fall Ziegler als Chefsache, eng vernetzt und abgestimmt.“ Man stünde angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Ziegler-Group vor einigen Herausforderungen.

Volles Vertrauen in Insolvenzverwalter

Oberstes Ziel sei, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und neue Perspektiven für das Unternehmen zu entwickeln. Deshalb sei ein Austausch mit allen Betroffenen so wichtig. „Der vorläufige Insolvenzverwalter genießt unser volles Vertrauen“, so Gotthardt. Die Ziegler Group habe die Region durch ihre Innovationskraft und ihr Engagement entscheidend vorangebracht.

„Es ist jetzt unsere Aufgabe, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die Mitarbeitenden und das Unternehmen zu unterstützen“, betonte Landrat Grillmeier nach dem Gespräch. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt nehme der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm die zentrale Schlüsselrolle ein. „Wir vertrauen auf die Expertise von Herrn Böhm, der als erfahrener Insolvenzverwalter bereits mehrfach bewiesen hat, dass auch in schwierigen Situationen Lösungen gefunden werden können“, so MdL Tobias Reiß.

Plößberger Bürgermeister: Zukunftsperspektiven für Bürger

Die Kommunen oder der Landkreis dürfen keine finanzielle Unterstützung leisten, dies ist rechtlich nicht möglich. „Wir stehen aber bereit für Gespräche und Lösungen in alle Richtungen und können vor Ort beitragen, durch infrastrukturelle Unterstützung oder durch Gespräche mit potenziellen Investoren“, bot Kreisentwickler Anton Kunz an.

Lothar Müller, der als Standort-Bürgermeister der Gemeinde Plößberg besonders betroffen ist, ergänzte: „Unser Hauptziel ist es, die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen und Zukunftsperspektiven zu schaffen.“ Abschließend wurde ein weiterhin enger Austausch vereinbart. „Wir stehen in ständigem Kontakt, auch mit den Verantwortlichen der Ziegler Group. Die Menschen können sich darauf verlassen, dass wir Lösungen konstruktiv begleiten“, so Grillmeier.

* Diese Felder sind erforderlich.

2 Kommentare

Johanna Thomas - 04.12.2024

Durch die Zerstörung des Steinwaldhauses, das mir und meiner Familie als eine wunderbare Unterkunft für Heimaturlaube diente, ist mir ein Teil meiner Heimat verlorengegangen. Der Abriss dieser herrlichen Holzarbeiten und des wertvollen Eingangs ist für Normaldenkende nicht nachvollziehbar. Was bleibt ist eine Ruine, von der leider keiner mehr spricht und die auch Gemeine und Kreis anscheinend nicht interessiert.

Böhme Cornelia - 03.12.2024

I find es schade wenn der Eishockey Verein schaden nimmt. Wo sie nach harten Kampf auf gestiegen sind.