Josef Greiner – Tausende haben bei ihm ihren Schein gemacht

Altenstadt. Es war nicht verwunderlich, dass sich am Mittwoch die Gratulanten im Sperberweg die Klinke in die Hand gaben, denn Josef Greiner feierte seinen 90. Geburtstag.

Josef Greiner ist mit seinen 90. Jahren immer noch fit. Foto: Johann Adam

Neben Familie, Verwandten und Freunde reihten sich Bürgermeister Ernst Schicketanz, Pfarrer Thomas Kopp und Alfons Barth vom Heimatverein in die Schar der Gratulierenden zum 90. Geburtstag von Josef Greiner ein.

Der Jubilar erblickte am 7. September 1932 als siebtes Kind der Familie in Görnitz (zwischen Roschau und Wilchenreuth) auf dem Greimirtlhof, so der Hausname, das Licht der Welt. In
seinem Bekanntenkreis war er als „Greimirtlsepp“ bekannt.

Wusste früh, was er wollte

Bereits 1950 lernte er auf der Landkirwa seine späteren Ehefrau Emmi Zwerenz, die er schon aus der Schule und vom Kirchenchor kannte, näher kennen und lieben. Mit 20 Jahren verlässt er den elterlichen Hof und beginnt beim Bundesgrenzschutz. Zunächst arbeitete er als Funker, später absolvierte er dort die Ausbildung zum Fahrlehrer.

Ende 1956 heiratete er seine Emmi. Nach sechs Jahren verlies er den Grenzschutz und arbeitet bei der Fahrschule Oetter in Pressath, wo das Ehepaar auch wohnte. Dort erblickte Josef Junior das Licht der Welt. Der Umzug nach Altenstadt erfolgte 1961. In der Bismarckstraße in Weiden eröffnete Josef Greiner seine eigene Fahrschule. Nach dem Bau des eigenen Hauses erfolgte der Umzug 1967 in den Sperberweg. Ein Jahr später kommt der zweite Sohn Peter zur Welt.

Ein echter Familienbetrieb

Mitte der 1960er Jahre bis Anfang der 1980er wächst die Fahrschule auf drei Standorte, verkleinert sich allerdings auch wieder auf einen Betriebssitz in Weiden. Nach der Ausbildung zum Fahrlehrer 1985 unterstützt Sepp jun. seinen Vater und steigt 1997 Vollzeit in die Fahrschule mit ein. Die Übergabe des Betriebes erfolgte 1998. Seniorchef Josef Greiner unterstützte die Fahrschule als „Angestellter“, bis 2002 im praktischen, bis 2007 im Theorieunterricht. Die Zahl der Schüler, er die ausgebildet und durch die Prüfung gebracht hat, liegt sicher im vierstelligen Bereich.

Auch mit 80 noch ein fleißiger Tänzer

Gern erinnert sich der Greiner Sepp an die schönen Zeiten mit seiner 2012 verstorbenen Frau Emmi im Café Greiner. Es war eine Art zweites Wohnzimmer des Ehepaars. 16 Uhr war es, wenn Sepp und Emmi ins Café kamen. Man konnte fast die Uhr danach stellen. Mit seiner Emmi tanzte er auch noch mit knapp 80 Jahren gern und viel. Das „Aufgschau“ hatten Sepp und Emmi oft, wenn sie beim „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ loslegten, erzählt der Jubilar mit einem verschmitzten Lächeln.

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