Lebensmut in Gemeinschaft: Großer Selbsthilfe-Tag am 23. Juni in Weiden

[Advertorial] Nordoberpfalz. Von Depression über Zölikalie bis hin zu Postcovid - bei vielen Leiden unterstützen Selbsthilfegruppen. Beim großen Selbsthilfe-Tag in Weiden stellen sich zahlreiche Gruppen vor. Es ist jedoch kein tristes Treffen, sondern sogar ein Selbsthilfe-Fest!

Selbsthilfegruppen sind für viele Menschen wichtig, um den Alltag zu bewältigen. Symbolbild: Pixabay

Beim 2. Selbsthilfetag der Nordoberpfalz soll eine breite Öffentlichkeit über die vielfältige Arbeit und die Angebote von Selbsthilfegruppen informiert werden. Gleichzeitig wollen der Veranstalter – die Selbsthilfekontaktstelle Nordoberpfalz – mit vorhandenen Klischees aufräumen. Unter anderem, dass es in Selbsthilfegruppen nur schwermütig und konfliktbeladen zugeht. Nein, hier wird das Leben gelebt und den Widrigkeiten des Lebens gemeinsam und mutig die Stirn geboten!

Deswegen war es den Organisatoren wichtig, ein abwechslungsreiches und neugierig machendes Programm auf die Beine zu stellen, umrahmt von vielen musikalischen Beiträgen. Hier wird ein Selbsthilfe-Fest gefeiert.

Selbsthilfe als unverzichtbarer Teil des Gesundheitssytems

Als Schirmherr konnte kaum ein besserer gefunden werden: Lothar Höher, Vizepräsident des Bezirkstags der Oberpfalz. Als engagierter Sozialpolitiker hält er in verschiedenen Funktionen seit Jahren intensiven Kontakt mit Selbsthilfegruppen. Aus eigener Erfahrung im Umgang mit einer Erkrankung kennt er Selbsthilfegruppen auch „von innen“. Von daher weiß er, welche enorm hilfreiche Rolle sie in unserem Gesundheitssystem spielen. Wie sie betroffenen Menschen, Kraft, Mut und neue Zuversicht spenden können. „Sie sind absolut nicht mehr wegzudenken“, so unterstrich er bei der Pressekonferenz am 15. Juni in der Regionalbibliothek deren Wichtigkeit.

Der große Selbsthilfe-Tag Nordoberpfalz findet am Donnerstag, den 23. Juni, von 14 bis 19 Uhr in der Regionalbibliothek Weiden, sowie in der daneben gelegenen Volkshochschule Weiden-Neustadt statt. Der Eintritt ist frei. Mit Unterstützung des LeseCafé-Teams in der Regionalbibliothek gibt es auch eine kleine Bewirtung.

Das ist am Selbsthilfetag geboten

Infostände der Gruppen:

  • Infostände der Gruppen Al Anon Weiden – Tirschenreuth – Waldsassen
  • SHG (Selbsthilfegruppe) chronisch entzündliche Darmerkrankung
  • SHG Depression
  • SHG Diabetikerbund
  • SHG Frauen nach Krebs Tirschenreuth
  • SHG Mamazone Brustkrebs
  • SHG ILCO / Stoma
  • SHG Krebs Weiden I
  • SHG LOS – Leben ohne Sucht
  • SHG Parkinson
  • SHG Postcovid
  • SHG Restless legs
  • SHG Schlaganfall
  • SHG Tinnitus Marktredwitz
  • SHG Neustadt/WN – Sucht
  • SHG Zöliakie

Beratungsstellen & Gesundheitseinrichtungen:

  • Hospiz- und Palliativnetzwerk SAPV
  • AOK Weiden
  • Dornrose e.V.
  • Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not e.V.
  • Kliniken Weiden & Wöllershof
  • Volkshochschule Weiden-Neustadt
  • Selbsthilfekontaktstelle Hof – Diakonie Hochfranken
  • Selbsthilfekontaktstelle Nordoberpfalz – Diakonie Weiden

Musikbeiträge:

  • Ronja Künstler – Klavier & Gesang
  • Wicker Work – Geige & Gitarre
  • Annika Fischer & Andreas Wildenauer – Gesang & Gitarre
  • Hans Grajer & Andrea ‚Bibi‘ Bibel – Klavier & Gesang
  • Mozart‘s Five: „Bäsle Briefe“ – Zither, Streicher, Sprecher mit Albert und Ute Sommer, Christoph Thomas, Konstantin Thomas, Veit Wagner

Fachvorträge:

  • Dr. Annette Lechler, Oberärztin Frauenklinik Weiden
  • Marie-Christin Czuczman, Ökotrophologin, Klinikum Weiden
  • Dr. Margarete Pickert / Tanja Herzer – Spezialisierte ambulante Palliativversorgung SAPV
  • Kerstin Bletsch, Selbsthilfebeauftragte in der Klinik Wöllershof
  • Die Psychotherapeutin Linda Narius aus Kemnath hält einen Vortrag zum Thema „Borderline“, eine Betroffene aus der Region unterstützt sie mit „Insider“-Sicht.
  • Die Selbsthilfegruppe „LOS – Leben ohne Sucht“, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen feiern kann, steuert einen Vortrag bei. Rückblick von Manuel Woyschnitzka.
  • Elisabeth Steiner, zertifizierte Entspannungspädagogin, gibt zwei Workshops: „Achtsamer Umgang mit sich selbst“ und „Muskelentspannung/Autogenes Training“.
  • Süster Strubelt, Psychologin, leitet zwei Gruppengespräche zu „Schlafhygiene“ und „Umgang mit Angst und Stress“.
  • Die SHG Restless Legs, Peter Ilchmann, stellt die Gruppe und das Thema vor. Außerdem gibt es spontane Rede-Beiträge der Gruppen.

Kontakte zu 100 Selbsthilfegruppen

Der von der Selbsthilfekontaktstelle Nordoberpfalz organisierte Selbsthilfetag zeigt, welche Bandbreite an Anlaufstellen es für Menschen mit Behinderungen gibt, für Menschen, die krankheitsbedingt mit Einschränkungen leben müssen, oder solche, die sich von einer Droge fernhalten und von der Sucht befreien wollen und sich damit leichter tun, wenn sie sich regelmäßig mit Gleichgesinnten und ebenfalls Betroffenen austauschen können.

Auch Trauerbewältigung und Inklusion sind weitere Themen in einem überaus breiten Spektrum. Die Selbsthilfekontaktstelle Nordoberpfalz ist angesiedelt bei der Diakonie in Weiden, bei der Kontakte zu rund 100 Selbsthilfegruppen von A wie Adipositas bis Z wie Zölikalie vermittelt werden können.

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