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Memmingen Indians als Spaßbremse für Blue Devils Weiden 

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Memmingen. Endstation Siegesserie: Als ungeschlagener Spitzenreiter traten die Blue Devils am Sonntag am Memminger Hühnerberg an. Die Indians holen sich im Penaltyschießen den Skalp der Weidener.

Im Allgäu müssen die Oberpfälzer zum ersten Mal eine Niederlage verdauen. Bild: Blue Devils Weiden

Bis auf den immer noch verletzten Nick Latta kann Weidens Trainer Sebastian Buchwieser „alle Mann an Bord“ vermelden. Von Beginn an entwickelt sich ein schnelles Spiel auf beiden Seiten. Es dauert bis zur 5. Spielminute, ehe Rob Brown von der blauen Linie abzieht – die Scheibe donnert gegen den Pfosten. Kurz darauf zischt Mirko Schreyers Schussknapp am Tor vorbei. 

Rubeš eröffnet den Reigen

Memmingens Angriffe auf Jaro Hübls Tor bis dahin kaum der Rede wert. Dann erkämpft sich Martin Heinisch die Scheibe hinterm Kasten der Indians, passt vor das Tor, Tomáš Rubeš lässt Memmingens Keeper Eisenhut keine Chance, 1:0 (16. Minute). Im direkten Gegenzug fast der Ausgleich bei einem schnellen Konter, aber Memmingens Stürmer findet in Hübl seinen Meister. 

Auf der anderen Seite macht es Edgar Homjakovs nach schwerem Abspielfehler der Hausherren nesser und netzte zum 2:0 (16.) für die Blue Devils ein. Die erste Strafzeit der Partie bekommt Torwart Jaroslav Hübl nach Beinstellen aufgebrummt (17.). 

Noch während der zweiminütigen Unterzahl schließt sich Memmingens Pekr Matej mit der nächsten Strafzeit an. Gerade als die blauen Teufel wieder komplett sind, erwischt es Elia Ostwald kurz vor der Drittelsirene. Mit der 2:0-Führung geht es in die erste Drittelpause.

Strafminuten kosten Weiden die Führung 

Zu Beginn des zweiten Drittels überstehen die Weidener zwar die Unterzahl unbeschadet, kassieren aber gleich darauf den ersten Gegentreffer des. Sergej Topol verkürzt zum 1:2. Anschließend rücken die Schiedsrichter ins Rampenlicht. In einer bis dato fairen Begegnung teilen sie Strafen hüben wie drüben aus. Am Schlimmsten erwischt es Edgar Homjakovs, der eine 5-Minuten-Abkühlung verpasst bekommt. 

Bei 4:3-Überzahl der Ausgleich für die Indians: Petr Pohl trifft zum 2:2 (29.). Jetzt sind wieder die Blue Devils am Zug. 5 Sekunden nachdem erneuter Memminger Strafzeit, drischt Ralf Herbst den Puck zum 3:2 in die Maschen. Nur 80 Sekunden später stellt Rob Brown auf 4:2 für Weiden. 
Erneut greifen die Schiris ins Geschehen ein: In Unterzahl müssen die die Blue Devils Linus Svedlunds Anschlusstreffer zum zum 3:4 hinnehmen. Es kommt noch schlimmer: Jaroslav Hafenrichter überwindet Namensvetter Hübl zum 4:4-Ausgleich. Das rasante Spiel zweier spielstarker Mannschaften geht unentschieden in die zweite Drittelpause.

Dramatik pur im letzten Drittel

Beide Mannschaften gehen weiter hohes Tempo, erspielen sich zahlreiche Tormöglichkeiten. Doch die Keeper Marco Eisenhut auf Seiten der Indians und Jaroslov Hübl von den Blue Devils halten im letzten Drittel ihren Kasten sauber. So bleibt es beim leistungsgerechten 4:4.
Auch in die Overtime gehen beide Mannschaften mit offenem Visier. Chancen zum Siegtreffer vereitelten abermals die Goalis auf beiden Seiten. Im folgenden Penaltyschießen kommt es zum tschechischen Duell zwischen Petr Pohl von den Indians und Tomáš Rubeš von den Blue Devils, die jeweils viermal antraten. 

Als Weidens Rubeš verschießt, lässt sich sein Landmann im Memminger Trikot die Gelegenheit zum 5:4-Endstand nicht entgehen. Resümee aus Zuschauerperspektive: Dieses Eishockeyspiel auf DEL2 Niveau bringt die erste Niederlage für die Blue Devils – hatte aber eigentlich keinen Verlierer verdient.

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