Mittelstand am Scheideweg: Rupprecht kritisiert Bundesregierung

Nordoberpfalz/Berlin. Der Abgeordnete MdB Albert Rupprecht forderte in einem Brandbrief die Bundesregierung auf, den Mittelstand zu retten.

Keine rosige Zukunft sieht der Bundestagsabgeordnete für den oberpfälzer Mittelstand, wenn die Bundesregierung nicht sofort handle. Bild: Thomas Kierock Fotografie

Der Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht aus der nördlichen Oberpfalz sieht in der aktuellen Energiekrise eine enorme Gefahr für mittelständische Wirtschaftsbetriebe, insbesondere des produzierenden Gewerbes, aus unserer Region.

Hilfeschrei aus der Nordoberpfalz

In einem Brandbrief wandte sich der gebürtige Waldthurner nun an den amtierenden Bundeskanzler der Bundesrepublik Olaf Scholz. Rupprecht skizzierte eine düstere Zukunftsprognose für den Mittelstand und für Familienbetriebe, aufgrund der aktuellen Situation.

In den letzten Wochen wurde mir aus nahezu allen Wirtschaftsbranchen […] in meinem Wahlkreis existenzielle Sorge aufgrund der aktuellen Energiepreisexplosion herangetragen.

Albert Rupprecht – Brandbrief an den Bundekanzler

Forderung nach Soforthilfe

Der 54-Jährige plädierte in seinem Brief für ein Soforthilfeprogramm seitens der Bundesregierung, welches einen Ausgleich für die außerordentlich hohen Energiepreise beinhaltet. Zudem fordert Rupprecht, dass die Energieversorgung für die mittelständischen Unternehmen und Familienbetriebe sichergestellt bleibt.

Vor allem Unternehmen, deren Verträge bei Strom und Gas in den nächsten Wochen auslaufen, haben die große Sorge, dass sie nicht mehr versorgt werden und deshalb das Geschäft einstellen müssen.

Albert Rupprecht – Brandbrief an den Bundekanzler

Kritik an Bundesregierung

Als Angehöriger der Oppositionspartei kritisierte Rupprecht in seinem Brief auch die aktuelle Arbeit der Bundesregierung. Er monierte, dass die Bundesregierung seiner Auffassung nach zu viel Zeit im Sommer habe verstreichen lassen und dass sich das Energiekostendämpfungsprogramm der Regierungsparteien zu sehr auf größere Unternehmen konzentriere.

Minister Habeck kündigt an, liefert aber nicht. […] Wenn nicht umgehend Hilfsprogramme zur Verfügung stehen, werden tausende mittelständische Betriebe Insolvenz anmelden müssen.

Albert Rupprecht – Brandbrief an den Bundekanzler

Mit den Worten „ich fordere Sie auf, unverzüglich zu handeln“ schloss der Abgeordnete seinen recht allgemein gehaltenen Brandbrief an den Bundeskanzler.

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