Nachruf Hans Pausch: Ein Leben in Verantwortung

Leuchtenberg. Der älteste Einwohner der Marktgemeinde und ehemalige Marktrat, Hans Pausch verstarb am 31. Oktober im neunzigsten Lebensjahr.

Abschied von Hans Pausch. Foto: privat

Im Pfarrheim fand der Trauergottesdienst statt, Pfarrer Adam Nieciecki ging dabei in seiner Predigt auf das Leben des Verstorbenen ein. Als Johann Baptist Pausch wurde er am 4. April 1932 in Leuchtenberg geboren. Nach der Volksschule erlernte er den Beruf des Wagners und arbeitete bis zum Eintritt in die Rente bei der Firma Keller als Zimmermann.

Wer ihn kannte, weiß, was die Familie und die Gemeinde verloren hat.

Pfarrer Adam Nieciecki

Die Familie war immer an erster Stelle

Vor 67 Jahren führte er seine große Liebe, Edeltraud Kaske aus Altenstadt/WN, zum Traualtar. Die Familie wuchs durch die Geburt der beiden Söhne Josef und Hans und später kamen dann noch die Schwiegertöchter, vier Enkel und zwei Urkenkel dazu, die jetzt alle mit seiner Frau um ihn trauern. Die Zeit mit seiner Familie war Hans Pausch immer das Wichtigste und Liebste. Er verbrachte viel Zeit mit ihnen, ob beim Familientreffen, den stetigen Waldarbeiten, als Bauaufsicht bei den Enkeln oder beim liebevollen Umgang mit seinen Urenkeln.

„Ehrenamt“ war für ihn keine hohle Phrase

Seine Ratschläge waren gefragt und mit seinem warmherzigen Lächeln strahlte Hans Pausch immer Ruhe aus. Auch außerhalb der Familie war er immer präsent und engagiert für seine Heimat – den Markt Leuchtenberg und die örtlichen Vereine.

Seine große Passion war der Brieftaubenverein „0708 Bergbote“. Hier war er Gründungsmitglied und erster Vorsitzender bis zur Auflösung und das verbliebene Guthaben spendete der damals dem Kinderspielplatz am Friedhof. Er war auch Mitglied bei der DJK, dem Oberpfälzer Waldverein (OWV), dem Männergesangverein „Liederkranz“ sowie bei der Feuerwehr seit 2018 Ehrenmitglied. Er hat immer viel für seine Mitmenschen gegeben und nie etwas als Gegenleistung gefordert, er übte im wahrsten Sinn des Wortes „Ehrenämter“ aus.

Ein Bürger, der anpackt

Sehr oft traf man Hans Pausch auf dem Friedhof an, aber auch im Pfarrgemeinderat in der Pfarrei St. Margareta. Für die Marktgemeinde war er von 1966 bis 1978 als Marktrat vertreten, davon sechs Jahre bis 1978 im Rechnungsprüfungsausschuss, sowie Ortswaisenrat, ehrenamtlicher Richter (Schöffe) und Feldgeschworener.

Für diese kommunalpolitische Tätigkeit setzte er sich unermüdlich und aufopferungsvoll ein, das stellte beim Requiem Bürgermeister Anton Kappl heraus. Auch die Vereinsvertreter von der Feuerwehr, Vizekommandant Gerhard Scharff, der Zweiter OWV-Vorsitzende Martin Süß, Josef Varnhold vom Männergesangverein und für die Kirchengemeinde Kirchenpfleger Hubert Zitzmann dankten und würdigten seine pflichterfüllenden Aufgaben.

Der Kirchenchor unter der Leitung von Josef Frischholz umrahmte die Messfeier. Die Blaskapelle führte den Trauerzug vom Pfarrheim zum Friedhof an und hier fand Hans Pausch die letzte Ruhestätte.

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