Wirtschaft

ÖDP gegen neue Ziegler-Group-Pläne

Likes 2 Kommentare

Tirschenreuth. Die ÖDP ist gegen den Standort für das neue Gewerbegebiet in Tirschenreuth, wie die Partei mitteilt.

Seit seiner Jugend legt Christian Wallmeyer Wert darauf, Energie zu sparen. Der 48-Jährige ist der Bundestagskandidat für die ÖPD Weiden-Neustadt-Tirschenreuth. Bild: Wallmeyer.

Der Oberpfälzer Bezirksvorsitzende der ÖDP Christian Wallmeyer hat mit örtlichen ÖDP-Mitgliedern das Gebiet am Engelmannsteich in Tirschenreuth besichtigt, auf dem die Ziegler-Group eine Fertighausproduktion errichten will.

"Diese Fläche ist ökologisch überaus wertvoll und der vorgesehene Eingriff in die Natur inakzeptabel", so Wallmeyer zu dem 35 Hektar großen Areal um den Engelmannsteich neben dem renaturierten Moor. Für die ÖDP sei grundsätzlich das Bauen mit Holz aus ökologischen Gründen sinnvoll. "Zu berücksichtigen sind hier hierbei aber die Herkunft des Holzes, anfallende Transportwege und der Einsatz von regenerativen Energien in der Produktion. Dies alles ist derzeit nicht bekannt, ebenso, wo und in welcher Art die Stadt künftige Ausgleichsflächen für das Projekt plant. Unverständlich ist auch, wie für einen neuen Industriestandort ausgerechnet eine so wertvolle Fläche gewählt wird. Wald und Moorboden sind wichtige CO2-Speicher. In Zeiten des Klimawandels müssen solche Gebiete von allen Verantwortlichen besser geschützt werden", teilt der Bezirksvorsitzende mit.

Wird Moor belastet?

Dieses Projekt werde laut ÖDP zusätzlichen Schwerlastverkehr, Lärm und Luftverschmutzung in ein Gebiet bringen, das ökologisch sehr vielfältig sei. „Auch wenn behauptet wird, das angrenzende Moor bleibe unangetastet, so würde es doch durch die Baumaßnahme unwiderruflich in Mitleidenschaft gezogen werden“, so ÖDP-Bezirksvorsitzender Christian Wallmeyer.

Außerdem sei für eine zentrale europäische Holzhausfertigung wie hier geplant eine deutlich bessere Verkehrsanbindung nötig. Bahnhof und Autobahnanschluss sind aus Sicht von Wallmeyer viel zu weit entfernt. Angela Frank, stellvertretende Kreisvorsitzende ergänzt: „Der gesamte Transport würde auf den vorhandenen Straßen rund um Tirschenreuth abgewickelt, was für die Anwohner enorme zusätzliche Belastungen bedeuten würde.“

Die ÖDP fordert deshalb, dass eine ernsthafte Prüfung von alternativen Standorten vorgenommen wird, wie die Partei mitteilt. 

Deine Meinung? Hier kommentieren!

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Bemerkungen :

  • user
    OberpfälzerBua 13. April 2021 um 12:30

    Die Krux ist, dass ohne großartiges Verkehrsaufkommen und wirtschaftliche Argumente, sich die Infrastruktur niemals ändern wird. Da für solche Maßnahmen Gutachten ohne Ende nötig sind die unter anderen die Verkehrsbelastung beinhaltet. Es kann nur etwas entstehen, wenn Wirtschaft vor Ort ist. Langfristig lässt sichs so am einfachsten Gestalten.

  • user
    Peter 12. April 2021 um 16:27
    Neue Ansiedlung von Unternehmen in Tirschenreuth - Top. Eine Holzhaus Fertigung in Tirschenreuth - Top. Der Schwerlastverkehr durch Tirschenreuth (Richtung Mitterteich) ist aber bereits am obersten Limit angekommen. Noch mehr verkraften weder die Straßen noch die Bürger. Vor Baubeginn muss die Verkehrsführung angeglichen und ggf. um eine weitere Ortsumgehung erweitert werden. Das ist in Tirschenreuth jedoch schwierig, da sich vom geplanten Standort Richtung Mitterteich - also Richtung Autobahn - kaum Lösungen ergeben werden. Hier muss sich die Stadt dringend noch einmal mit der Planung befassen.