„Perspektive Handwerk“ – junge Flüchtlinge fürs Handwerk gewinnen

Regensburg/Nordoberpfalz. Die Netzwerkveranstaltung "Perspektive Handwerk" informierte über ein neues Programm, mit dem junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund für das Handwerk gewonnen werden sollen.

Junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund für das Handwerk gewinnen: Die Ausbildungsakquisiteure der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz stellten den Netzwerkpartnern ihr neues Programm vor. Foto: HWK-Nesselrode

In Kooperation mit der Regierung der Oberpfalz veranstaltete die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz für die Verantwortlichen der Berufsintegrationsklassen an den Beruflichen Schulen und deren Kooperationspartner die Netzwerkveranstaltung „Perspektive Handwerk“ im Bildungszentrum in Regensburg. Sie fand im Rahmen des vom bayerischen Innenministeriums geförderten Projektes „Ausbildungsakquisiteure für junge Flüchtlinge“ statt.

Drei Module beleuchten das Handwerk

Um ihnen die Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen im Handwerk zu vermitteln, entwickelten die Ausbildungsakquisiteure ein spezielles Angebot mit drei Modulen für die Berufsintegrationsklassen. Im ersten Modul werden diverse Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen im Handwerk erklärt. Darauf baut eine Führung durch die Werkstätten der Bildungszentren auf, um verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Im dritten und letzten Modul werden die Schüler beim Anlegen eines Bewerberprofils in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer unterstützt.

Schon bei den Fluchtbewegungen im Jahr 2015 haben sich unsere Handwerksbetriebe offen für neue Zielgruppen gezeigt – das hat sich bis heute nicht geändert, sondern eher intensiviert.

Hans Schmidt

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt betonte, wie wichtig Berufsintegrationsklassen für die Ausbildung des Nachwuchses sind. Laut Walter Schütz, Sachgebietsleiter berufliche Schulen bei der Regierung der Oberpfalz, gibt es zurzeit in der Oberpfalz etwa 850 Jugendliche in den Berufsintegrationsklassen. „Hier sehen wir enormes Potenzial“, sagte er.

Praxisangebot an die Bedürfnisse anpassen

Da die Pandemie lange keine Präsenzveranstaltungen zwischen den Netzwerkpartnern zuließ, war das Bedürfnis nach einem vertieften Austausch auf beiden Seiten groß. Vor allem die aktuelle Situation in den Berufsintegrationsklassen war im anschließenden Diskurs Thema. Ebenso die Gestaltung der zukünftigen Zusammenarbeit wurde thematisiert.

Stefanie Sommer, Ausbildungsakquisiteurin für junge Flüchtlinge bei der Handwerkskammer, bewertet die Veranstaltung als positiv: „Durch den
regelmäßigen Austausch können wichtige Informationen gewonnen und das praxisorientierte Angebot an die jeweiligen Bedürfnisse der Berufsintegrationsklassen angepasst werden.“

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