Photovoltaikanlage beschäftigt Stadtrat

In der Stadtratssitzung ging es in der Hauptsache um die geplante Photovoltaikanlage zwischen Oberteich und Triebendorf, die nahe der Bahnlinie liegt. Das Gremium stimmt dem Vorhaben eines Oberteicher Landwirts einstimmig zu. Die Pläne können jetzt öffentlich ausgelegt werden. Die Bahnlinie führt zwar nahe an der künftigen Anlage vorbei. Die Bahn wird vermutlich kaum beeinträchtigt.

Mitterteich. Die jüngste Stadtratssitzung im November war weitgehend geprägt von der Diskussion und der Genehmigung einer Solaranlage auf einer freien Fläche bei Oberteich. Ein Landwirt will sie privat errichten.

Von Werner Männer

Erstmals war wegen der Corona-Pandemie der Stadtrat an einen neuen Tagungsort gewechselt: in die Turnhalle der Grundschule. Hier war es möglich, den ausreichenden Abstand einzuhalten und auch die Lüftungsverhältnisse waren wesentlich besser als im Lehrsaal der Feuerwehr.

Stadtratssitzung Mitterteich
Zum ersten Mal tagte der Stadtrat wegen der Corona-Pandemie in der Turnhalle der Grundschule

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Grillmeier ging es im ersten Tagungspunkt um die Änderung des Flächennutzungsplanes und des Landschaftsplanes wegen des Baues einer Photovoltaikanlage bei Oberteich in der Nähe der Bahnlinie Wiesau-Marktredwitz. Ein Landwirt aus Oberteich hat dieses Projekt geplant. Nun ging es um die Stellungnahmen und Einsprüche der Behörden und eventuell betroffener Gemeinden. Diplomingenieur Bernhard Bartsch vom Planungsbüro erläuterte dem Gremium die eingegangenen Stellungnahmen.

Keine Auswirkung auf die Nutzfläche

Stadtratssitzung Mitterteich
In der Stadtratssitzung ging es in der Hauptsache um die geplante Photovoltaikanlage zwischen Oberteich und Triebendorf, die nahe der Bahnlinie liegt. Das Gremium stimmt dem Vorhaben eines Oberteicher Landwirts einstimmig zu. Die Pläne können jetzt öffentlich ausgelegt werden. Die Bahnlinie führt zwar nahe an der künftigen Anlage vorbei. Die Bahn wird vermutlich kaum beeinträchtigt.

Von Seiten der Bevölkerung seien keine Anregungen oder Wünsche eingegangen, informierte der Referent. Auch die meisten Behörden oder Kommunen hätten zu dem Projekt keine Stellungnahme abgegeben. Wichtigster Punkt sei, dass trotz der Bebauung die landwirtschaftliche Nutzfläche erhalten bleibe. Das sei insofern gewährleistet, so der Planer, dass Flächen nicht betoniert sondern die Teile der Anlage nur in den Boden gerammt werden.

Die untere Naturschutzbehörde regte eine Prüfung an. Welche Auswirkungen für Bodenbrüter dadurch entstehen könnten. Bartsch meinte dazu, dass ausreichend Lebensraum vorhanden sei. Außerdem sei eine Hecke um das Gelände geplant und ein Zaun werde aus Sicherheitsgründen auch angebracht.

Biologen hinzuziehen

Stadtratssitzung Mitterteich
Auf einem Teil dieses Ackers soll die Photovoltaikanlage entstehen. Sie soll mit einem Zaun und einer Hecke eingerahmt werden. Auf der linken Seite führt die Bahnlinie Wiesau-Marktredwitz vorbei.

Bartsch empfahl, wegen dieser Anregungen zur Beurteilung der Lage einen Biologen hinzuzuziehen. Ferner empfahl er ein sogenanntes Blendgutachten wegen der vorbeiführenden Bahn zu veranlassen. Die Bahn habe sich zwar zu diesem Plan nicht geäußert, aber aus seiner Erfahrung wisse er, dass solche Forderungen immer noch kommen könnten.

Der Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit dem Vorhaben und es passe in die Landschaft. Keine Einwände gab es dazu von den drei Stadtratsfraktionen. Das Gremium billigte einstimmig das Vorhaben und gab seine Zustimmung für eine weitere öffentliche Auslegung.

Architekt Bernhard Bartsch erläuterte dem Stadtrat die Pläne der Photovoltaikanlage und deren Auswirkungen beziehungsweise die Einwände und Stellungnahmen der Behörden und Gemeinden bei der Auslegung. Im Hintergrund eine Skizze der geplanten Anlage.

Die weiteren Punkte der Tagesordnung wurden ohne große Diskussion verabschiedet. Zum Schluss bedankte sich Grillmeier ausdrücklich bei Kämmerin Ursula Ockl. Sie sei verantwortlich dafür, dass die Stadt die Stabilisierungshilfe des Staates bekomme. Die sei wichtiges Geld, dass die Stadt dringend benötige.

Fotos: Werner Männer

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