Riedener Schlossbergkapelle dank Förderung und Engagement gerettet

Rieden. Die Schlossbergkapelle in Rieden soll dank vier öffentlicher Förderzusagen und umfangreichem bürgerschaftlichem Engagement saniert werden. Insgesamt belaufen sich die Fördermittel auf rund 230.000 Euro, wobei das lokale Engagement vor Ort zusätzliche Unterstützung bietet.

Dank vier öffentlicher Förderzusagen: Die Schlossbergkapelle in Rieden ist gerettet. Foto: Christopher Würz

Die Schlossbergkapelle in Rieden, ein prägendes Wahrzeichen der Marktgemeinde, steht vor einer dringend benötigten Sanierung. Nachdem Teile des Daches zuletzt eingestürzt waren, konnte dank der Zusicherung von finanzieller Unterstützung aus vier öffentlichen Fördertöpfen der Start der Sanierungsarbeiten angekündigt werden. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme sollen sich auf etwa 230.000 Euro belaufen.

Vielfältige Unterstützung sichert Finanzierung

Die Bayerische Landesstiftung hat einen Zuschuss von 15.553 Euro gewährt. Der größte Teil der Finanzierung kommt jedoch mit 150.000 Euro aus den Fraktionsinitiativen der Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag. Der Landtagsabgeordnete Bernhard Heinisch von den FREIEN WÄHLERN setzte sich aktiv für die Fördermittel ein. Er hatte sich bereits im Vorjahr persönlich vom Zustand der Kapelle überzeugt und sich für deren Erhalt starkgemacht. „Ich bin sehr froh, dass es uns gemeinsam gelungen ist, dieses Kleinod vor dem endgültigen Verfall zu bewahren. Ich habe mein Versprechen gehalten – jetzt liegt es am Markt Rieden, die Sanierung zügig umzusetzen“, so Heinisch. Zusätzliche Mittel stammen vom Landesamt für Denkmalpflege (rund 35.000 Euro) und vom Bezirk Oberpfalz (11.400 Euro).

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Bernhard Heinisch (rechts) persönlich ein Bild vom Zustand der Kapelle gemacht. Foto: Christopher Würz

Bürgerschaftliches Engagement spielt Schlüsselrolle

Nicht nur staatliche, sondern auch lokale Unterstützung trägt wesentlich zur Rettung der Schlossbergkapelle bei. Der Heimatverein Rieden engagierte sich bereits seit Jahren für den Erhalt und sagte dem Markt Rieden finanzielle Hilfe zu. Ein Spendenaufruf im Rahmen der 700-Jahrfeier des Marktes sowie eine Spende der Theatergruppe „D’Goaslandler“ von 750 Euro aus der letzten Spielsaison sind Beispiele für das Engagement der Gemeinschaft. Zudem beteiligt sich die lokale Bäckerei Grosser, besser bekannt unter dem Namen „Stieglbeck“, durch den Verkauf eines „Kapellenbrots“ an der Finanzierung der Sanierung.

Heinisch würdigte den Einsatz der Bevölkerung mit den Worten: „Es ist fantastisch zu sehen, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Mein besonderer Dank gilt dem herausragenden bürgerlichen Engagement – dem Ortsheimatpfleger, dem Heimatverein mit seinen Goaslandlern, den örtlichen Handwerksbetrieben und allen privaten Unterstützern. Gemeinsam haben wir die Schlossbergkapelle gerettet!“

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